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Reportage: Intensive Zucht im Biobetrieb

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

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Die Jugend packt mit an: Sohn Georg ist mit Freude im Stall dabei. © Josef Berchtold
Josef Berchtold ,
am
20.04.2018

An der Zuchtstätte "Schindele – Unterthingau" wurden mehrere positive Vererber gezüchtet. Allein von Lacher, Simcola, Humanist und Emerup gab es 10 900 Töchter in Milch. Richard Schindele ist seit zwei Jahren Biobauer und seit zwei Monaten stellvertretender AHG-Vorsitzender.

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Familie Schindele aus Unterthingau vor den Allgäuer Alpen. © Josef Berchtold

Mit der Umstellung auf Bio ist der Betrieb sehr zufrieden. Die aktuelle Herdenleistung liegt bei 8500 kg Milch mit 4,40 % Fett und 3,70 % Eiweiß, vor Bio waren es 9500  4,40  3,80. "Das Biokraftfutter hat nicht die Qualiät wie konventionelles", sagt Schindele, es enthalte mehr Nebenprodukte und habe nicht ganz die Power. Er hat den Kraftfutterverbrauch mit der Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise von rund 19 auf jetzt 13 dt pro Kuh und Jahr reduziert. Zusätzlich kauft er noch Körnermaiscobs (Kömac) von einem Biobauern, die er über Kraftfutterstation verabreicht.

Mehr mit Kuhfamilien arbeiten

Die hohe Bedeutung des Gesamtzuchtwertes sieht er eher skeptisch. "Man schaut viel zu wenig auf Einzelzuchtwerte. Alles orientiert sich am Gesamtzuchtwert, weil nach diesem gereiht wird", sagt Schindele. Nach seiner Überzeugung sollte noch mehr mit Kuhfamilien gearbeitet werden, die über Generationen auf leistungs- und exterieurstarke, gesunde und langlebige Kühe zurückgehen.

 

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