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Kloster Einsiedeln: Von hier aus ging Braunvieh in die Welt

Dieser Artikel ist zuerst in der Braunvieh erschienen.

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Josef Berchtold, Fleckvieh
am
26.10.2018

Gerold Birchler hat denjenigen Betrieb des Klosters Einsiedeln gepachtet, an dem stets die meisten Kühe des Gutes standen. Von hier aus gingen Exporte in die ganze Welt, sogar der russische Zar kaufte hier Braunvieh.

Das Kloster Einsiedeln gilt als die Wiege der Braunviehzucht (siehe Braunvieh 4/2018, S. 17). Das berühmte Kloster verfügt über rund 25 Betriebe, die heute alle verpachtet sind. An dem Standort, an dem der Gutsbetrieb stets die meisten Kühe hielt und von dem die bedeutendsten Exporte in die Welt hinaus gingen, wirtschaftet heute Gerold Birchler mit seiner Familie als Pächter. Gerold Birchler senior arbeitet hier seit 1974, zunächst als Betriebsleiter in Anstellung beim Kloster und seit 1999 als Pächter. Auch sein Vater und sein Großvater waren hier bereits als Melker tätig und im Januar 2018 hat sein Sohn Gerold junior die Pacht übernommen. Somit sind Birchlers bereits in vierter Generation an der Wiege der Braunviehzucht tätig.

Bauer und Besamungstechniker

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Gerold junior ist nebenbei noch als selbstständiger Besamungstechniker in der Region Einsiedeln tätig. Etwas Sorge macht ihm die Linienvielfalt bei den aktuellen Stieren. "Wir arbeiten fast nur noch mit Glenn-, Vigor- und Nesta-Blut", sagt der 39-jährige. Wenn er von Landwirten auf Stiere angesprochen wird, die frei von diesen drei Linien sind, dann sei es schwer, welche zu finden.

An der Bezirksschau in Einsiedeln war Birchler heuer mit 34 Stück Vieh dabei, 24 Kühe und 10 Stück Jungvieh. Mit Glenn Palme und Taler Pisa (beide in der 6. Laktation) sowie Starbuck Kenia (10. Laktation) und einem Biver-Rind wurde er Abteilungszweiter. Insgesamt holte er '15 Kränze', das sind Platzierungen unter den ersten fünf bis sechs pro Abteilung, je nachdem wie groß die Gruppe ist.

Tiere mögen Regelmäßigkeiten

Ackerbau wird in der Region um Einsiedeln nicht betrieben, die Weidehaltung hingegen ist weit verbreitet. "Bei uns kommen die Kühe den ganzen Sommer auf die Weide und im Winter täglich in den Laufhof", sagt Gerold junior. Die Weide wird alle vier Tage gewechselt. "Wenn auf einer Weide noch viel Gras steht und wir sie einen fünften Tag dort hineintreiben, sind sie sofort unzufrieden", ergänzt der Senior. Die Kühe merken sofort, wenn der Rhythmus nicht eingehalten wird. 

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