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Das aktuelle Heft

Leidenschaft fürs Braunvieh

am Montag, 04.05.2020 - 16:38

Ein Vorwort zur Jubiläumsaussgabe von ›Rinderzucht Braunvieh‹.

Liebe Braunviehzüchter,

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im März 1995 wurden die Grenzen in Europa abgebaut: Das Schengener Abkommen trat in Kraft, durch das die systema­tischen Grenzkontrollen der Vergangenheit angehörten. Dass auch die Braunviehzucht in Europa Grenzen abbaut, war das Ziel einer neuen Zeitschrift, die die Züchter ebenfalls im März 1995 erstmals in den Händen hielten: Vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe der ›Rinderzucht Braunvieh‹.

Ein Blick in die damaligen Hefte zeigt, was zu der Zeit aktuell war. In 1/95 wurde berichtet, dass Embryonen vom Allgäu in die Schweiz gingen: ›Die Züchter Emil Zwingli und Raimund Beerli hatten die nötige Beharrlichkeit, um in einem zähen Ringen eine Importbewilligung zu erhalten …‹, hieß es. Das zweite Heft: Europakongress in Mayrhofen. Starbuck stellten wir als umstrittenen Vererber vor und begleiteten Jane of Vernon, die Stammkuh des Brown Swiss, bis zu ihrem Grabstein. Im dritten Heft fragten wir, ob Braunvieh den Rahmen sprengt. Dann Heft 4 mit Fitting-Profi Bernd Sommer und dem ›Geheimtip Tunisi‹. In Heft 1/96 wurde die ›Euro-Zuchtwertschätzung‹ als Ziel beschrieben und in Heft 2/96 stellten wir den Plantahof und deren Stier River vor. Man könnte in jedem Heft versinken, in spannenden Geschichten über diese Rasse – und über die Familien, die mit ihr arbeiten.

Ja, es sind die Menschen ›rund ums Braunvieh‹, die den Beiträgen Leben geben, die Züchterrepor­tagen sind zu einem Herzstück des Heftes geworden. Am schönsten ist es, wenn wir nach Jahren erneut auf einen Hof kommen, auf dem auch die nächste Generation fürs Braunvieh ›brennt‹. Oder wenn wir einen bisher unbekannten Betrieb besuchen, der uns eine tolle Brown Swiss-Herde zeigt.

Auch der Fotowettbewerb zum Jubiläum lieferte hier einigen Stoff: Einsender beschrieben die Bilder und auch aus Holstein­regionen kam so manche Liebesbotschaft ans Braunvieh. Beim Siegerbild auf dem aktuellen Titel fällt mir der Spruch ein: ›Wer glaubt, Glück könne man nicht anfassen, hat noch nie ein Tier gestreichelt.‹ Oder präziser: eine Kuh, eine braune.
Wir bedanken uns bei unseren Lesern, bei allen, mit denen wir zusammenarbeiten und den Züchtern, die mit viel Herzblut mit ihren Tieren arbeiten. Seit 25 Jahren erleben wir bei ihnen die Leidenschaft für diese herrliche Rasse.