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Titelthema: Braunviehzüchter Martin Maier aus der Steiermark

Martin Maier aus der Steiermark melkt mit seiner 35-köpfigen Herde rund 11 000 kg Milch im Schnitt.  Die Tätigkeit als Arbeitskreisberater Milchvieh war ›seine Lebensschule‹.
am Montag, 23.12.2019 - 09:26

Martin Maier führt in der Steiermark einen Vollerwerbsbetrieb mit 35 Kühen. Eine hohe Milchleistung und beste Tiergesundheit sind sein Steckenpferd. Einen Stier einzusetzen, nur um eine Schaukuh zu züchten, das kommt für ihn nicht infrage.

Martin Maier ist ein Mann der klaren Worte: Als bei einigen Vorträgen bei der Braunvieh-Europakonferenz 2019 das Schauwesen stark im Mittelpunkt stand, stellte er klar, dass die Rechnungen in den meisten Betrieben von den leistungsstarken und unkomplizierten Kühen daheim bezahlt werden und nicht von ein paar Schaukühen, die in der Regel sogar noch Geld kosten. "Das Schauwesen ist ein Hobby, das nicht Mittelpunkt der Zucht sein darf", schilderte er aus Sicht eines steirischen Braunviehzüchters, der seinen Betrieb mit 35 Kühen im Vollerwerb führt. Auch er mag Schauen und hat die Bundesschau 2019 mit einigen Tieren beschickt. Für die Wirtschaftlichkeit aber seien andere Faktoren entscheidend, diese müssten vorrangig diskutiert werden.

Vermutlich war es die Tätigkeit als Arbeitskreisberater für Milchviehhaltung, die ihn stark geprägt hat und durch die er auch eine deutliche Sprache beherzigt. Zehn Jahre arbeitete Maier als Berater für Betriebswirtschaft und Stallmanagement und betreute 120 Betriebe. Die Beachtung der Kuhsignale und das ständige Verbessern der wichtigsten Kennzahlen gingen ihm in Fleisch und Blut über. "Das war meine Lebensschule", sagt er rückblickend auf diese Zeit, in der er schon früh in 10 000 kg-Betriebe kam und in der die Betriebsleiter konstruktive Vorschläge von ihm wollten.

13 Jahre Management Award

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Vor 13 Jahren hörte er als Berater auf und konzentrierte sich ganz auf den eigenen Betrieb, den er heute mit seiner Frau Maria bewirtschaftet. Auch Martins Eltern Matthäus und Alberta sind noch mit Begeisterung bei der Sache. Die drei Kinder Katharina (24), Matthias (21) und Magdalena (17) engagieren sich mit viel Freude im Jungzüchterbereich und helfen gerne zuhause mit.

Den heutigen Laufstall hat Familie Maier vor 20 Jahren mit viel Eigenleistung als Anbau zum Altgebäude erstellt, das ebenfalls noch genutzt wird. Die Kosten lagen damals inklusive einer einfachen Melktechnik bei 110.000 €. Im Altgebäude sind die Licht- und Luftverhältnisse nicht so gut wie im Anbau. Eine Besonderheit sind die Liegeboxen: Sie sind aus Lärchenholz gebaut, das auf 1900 m gewachsen ist. Maier ist sich sicher: "Das hält besser als Stahl, es ist praktisch unverwüstlich."

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Die vollständige Reporte über den Betrieb Maier lesen Sie im neuen Braunvieh 1/2020.