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21 Prozent weniger Methan

von , am
23.10.2014

© agrarpress
Die deutschen Land- und Forstwirte leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Sie haben ihre Emissionen von Lachgas und Methan zwischen 1990 und 2012 um rund 21 Prozent reduziert. [[mehr]] Dieser Rückgang der landwirtschaftlichen Emissionen ist unter anderem auf Anpassungen und Verbesserungen der Effizienz in der Produktion zurückzuführen, erklärt der  Deutschen Bauernverband (DBV) anlässlich des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs, der sich auf Leitplanken der künftigen EU-Klima- und Energiepolitik bis zum Jahr 2030 einigen will.
 
Damit haben die Landwirte seit 1990 die gleiche Senkung der Treibhausgasemissionen erreicht wie Deutschland insgesamt (24 Prozent). Das Ziel, sich in der EU auf eine Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 Prozent (im Vergleich zu 1990) zu verständigen, ist aus Sicht des DBV jedoch sehr ambitioniert.

CO2-Ziel abgelehnt

Aus Sicht des Bauernverbands darf die Landwirtschaft nicht pauschalen Reduktionsverpflichtungen unterworfen oder in einen eigenen Rechtsrahmen für den Sektor einbezogen werden, weil sie als Lieferant von Lebensmitteln eine Sonderrolle einnimmt. Der DBV betonte, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten werde, indem Verbesserungen der Effizienz durch eine nachhaltige Intensivierung der Produktion realisiert und dadurch Treibhausgasemissionen reduziert würden.
 
Auf Ablehnung stößt beim DBV der Vorschlag der EU-Kommission, in das europäische Reduktionsziel bis 2030 CO2-Emissionen und CO2-Bindung aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) einzubeziehen. Wenn die CO2-Bindung erhöht werden soll – wie von der EU-Kommission vorgeschlagen – könnte dies eine Beschränkung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion zur Folge haben. Zudem stände dies einer verstärkten Biomassenutzung diametral entgegen.
 
Dabei kann die Land- und Forstwirtschaft durch verstärkte Nutzung von Biomasse einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasen anderer Sektoren leisten und Abhängigkeiten von Importen fossiler Energieträger reduzieren, stellte der DBV klar.
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