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70 Prozent halten Lebensmittel für sicher

von , am
13.10.2015

70 Prozent der deutschen Verbraucher halten Lebensmittel für sicher, ergab der Verbrauchermonitor, einer repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zur Risikowahrnehmung, für das erste Halbjahr 2015. Größere Risiken haben laut Umfrage das Rauchen, den Bewegungsmangel, die Klima- bzw. Umweltbelastung und den Alkoholkonsum. 2015 finden weniger Befragte ihre Gesundheit durch ungesunde und belastete Lebensmittel gefährdet.
 
Antibiotikaresistenzen, Chemikalien und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Gentechnisch veränderte Organismen beunruhigen die Verbraucher am meisten, obwohl in Deutschland und der Europäischen Union solche Lebensmittel nicht zugelassen bzw. auf dem Markt sind. Mikrobielle Belastung von Lebensmittel beunruhigt die Verbraucher wesentlich weniger, als die gesundheitliche Beeinträchtigung durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln, obwohl diese wissenschaftlich gesehen kaum vorhanden sind. Die Lebensmittelhygiene im eigenen Haushalt beunruhigt die wenigsten.
 
 

Glyphosat ist kaum bekannt

Ein sehr unterschiedliches Ergebnis zeigt die Frage nach dem Grad der Bekanntheit von Gesundheits- und Verbraucherthemen. Über die Hälfte der Befragten kennen Begriffe wie Pflanzenschutzmittel in Obst und Gemüse wie auch Mineralöle in Körperpflegeprodukten oder das Vorkommen von Mikroplastik in Lebensmitteln. Aber nur wenige haben schon was von Arsen in Reis gehört. Erstaunlich ist, dass Glyphosat am wenigsten bekannt ist, obwohl die Zulassungsverlängerung ein oft diskutiertes Thema in der allgemeinen Presse war. 
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