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Achtung: Umbruch von Brachflächen prüfen!

© landpixel
von , am
08.05.2015

Wer im Mehrfachantrag mehr als zehn Prozent ökologische Vorrangflächen angibt, muss ab Juni mit verstärkten Vor-Ort-Kontrollen rechnen.

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Denn nach einer Abstimmung zwischen Bund und Ländern müssen die Behörden solche Betriebe auf mögliche Umgehungstatbestände hinsichtlich Dauergrünland prüfen.
Betroffen sind Betriebe, wenn Sie mehr als zehn Prozent ökologische Vorrangflächen (öVF) angegeben haben, und davon mehr als die Hälfte Brachflächen sind, die sonst zu Dauergrünland würden. Beispiel:Ein Betrieb gibt zwölf Prozent bzw. 10 ha ökologische Vorrangflächen an. Davon sind sieben Hektar Brachflächen, also mehr als die Hälfte der öVF.
 
In solchen Fällen wittern die Kontrollbehörden einen Umgehungstatbestand um den Ackerstatus zu erhalten. Denn solange eine Fläche als ökologische Vorrangfläche läuft, zählt der Zeitraum nicht als Dauergrünlandnutzung. Liegt ein Umgehungstatbestand vor, ist die Greeningprämie und der Ackerstatus in Gefahr. Daher sollten Landwirte bei Rückfragen der Kontrolleure gut nachvollziehbare Gründe wie „Wassereinzugsbiet, Erosionsschutz etc.“ nennen.
 
Den ganzen Ärger können sich Landwirte aber sparen, wenn sie solche Brachflächen rechtzeitig vor dem 15. Mai als Acker umwandeln und zum Beispiel jetzt noch Mais anbauen.
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