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AFP: Im Saarland schnell Anträge stellen

von , am
12.02.2015

Ab sofort gibt es für Landwirte im Saarland mehr Geld für tiergerechte Bauvorhaben aus einem neu konzipierten Förderprogramm.

© landpixel
So fördert das Saarland Investitionen, um die Wettbewerbsfähigkeit und umweltschonende, tiergerechte Landwirtschaft zu unterstützen. Damit bereits geplante Baumaßnahmen frühzeitig starten können, nehmen alle bis zum 31. März eingereichten Anträge an einer ersten Auswahlrunde teil.
 
Mit dem Förderprogramm sollen Landwirte bei der Modernisierung ihrer Betriebe, bei der Umstellung auf besonders tiergerechte Haltungsformen und beim Schaffen neuer Einkommensquellen unterstützt werden. Bis 2020 stehen dafür im Saarland rund 9 Mio. Euro bereit, die zu 50 Prozent durch den Europäischen Landwirtschafts-Fond zur Entwicklung des ländlichen Raums und zu 30 Prozent aus dem Bundeshaushalt kofinanziert werden. "So können wir mit nur 20 Prozent Landesanteil eine enorme Hebelwirkung auf die saarländische Wirtschaft erreichen", erklärt Landwirtschaftsminister Reinhold Jost.

Förderobergrenze bei 249.000 Euro

Nach Aussage des Ministers wurde die Investitionsförderung noch stärker auf die Aspekte des Tierwohls ausgerichtet. "Je tiergerechter die Haltung, desto höher der Zuschuss", so Jost. Ganz generell werden künftig nur noch Bauvorhaben bezuschusst, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Darüber hinaus sind besondere Anforderungen in mindestens einem der Bereiche Verbraucher-, Umwelt- oder Klimaschutz zu erfüllen. Die so genannte Basisförderung liegt bei 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Darüber hinaus gibt es eine „Premiumförderung“ von nochmal 20 Prozent für besonders tiergerechte Haltungsformen, etwa mit Auslauf im Freien oder mit noch mehr Bewegungs- und Liegekomfort im Stall.
 
Die Zuschüsse für Investitionen außerhalb der Tierhaltung liegen bei 20 Prozent. Und wer in ein zweites Standbein außerhalb der landwirtschaftlichen Produktion investieren will, kann mit 25 Prozent Zuschuss rechnen.
 
Um gezielt kleinere und mittlere Betriebe unterstützen zu können, wurde eine Obergrenze pro Förderantrag festgelegt. Diese liegt bei 249.000 Euro. 
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