Login
dlz-Aktuell

Agravis: Rubel und Spekulation schmälern Gewinn

von , am
13.03.2015

© Werkbild
Obwohl Umsatz und Gewinn 2014 schwächer waren als im Jahr, habe Agravis das abgelaufene Geschäftsjahr "respektabel ins Ziel gebracht – trotz aller Währungsturbulenzen und eines deutlich schwächeren Preisniveaus bei volatilen Agrarrohstoffen", erläuterte Agravis-Chef Dr. Clemens Große Frie auf der Bilanz-Pressekonferenz.[[mehr]]
 
Mit einem Umsatz von 7,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,5 Mrd. Euro) konnte der heimische Agrarhandelskonzern seine Position festigen und sogar Marktanteile ausbauen. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 42 Mio. Euro gut 11 Mio. Euro unter Vorjahr.
 
Die Agravis habe in allen Bereichen gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt – an einigen, wenigen Stellen habe „es reingeregnet“, wie der Agravis-Chef meint: "Die Währungsturbulenzen – vor allem beim Rubel – haben uns im operativen Geschäft einige Mio. Euro gekostet und auch im Agrarerzeugnis-Großhandel lagen wir bei den volatilen Marktentwicklungen nicht immer richtig. Der Markt hat sich total irrational gezeigt."
 
Für 2015 erwartet die Agravis bei einem vergleichbaren Preisniveau wie 2014 einen Umsatz von rund 7 Mrd. Euro bei einem Ergebnis vor Steuern, „das die 50 Mio. Euro-Linie wieder überschreitet“.
 

Höchste Investitionssumme des Konzerns

Mit 92 Mio. Euro investierte der Konzern im vergangenen Jahr so viel wie noch nie. "Das zeugt von Leistungskraft und Wachstumswillen", erklärt Große Frie, der auch im laufenden Jahr an der Investitionspolitik festhält. Immerhin 75 Mio. Euro sollen in Instandhaltung, neue Technik- oder Agrarhandelsstandorte, Erweiterungen und Verbesserungen in die Annahme- und Lagerleistung investiert werden.
 
"Unsere Ziele heißen 8/80 und meint genau: 8 Mrd. Euro Umsatz bei 80 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern", beschreibt der Agravis-Chef. Diesen Wachstumswillen habe das Unternehmen 2014 wieder unterstrichen, wie Große Frie erklärt: Beispielsweise durch die inzwischen 40-prozentige Beteiligung an der Mühlengruppe Roland Mills United. "Das ist ein strategischer Weg zur Absatzsicherung im Getreidegeschäft. Hier können wir uns weitere Kooperationen mit anderen Partnern vorstellen", wirbt der Agravis-Chef. 
Auch interessant