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Ammerland verarbeitet zehn Prozent mehr Milch

von , am
29.05.2015

Die Molkerei Ammerland hat ihren Wachstumskurs in 2014 fortgesetzt.

Erfolgreich ins neue Jahr ist die Molkerei Ammerland gestartet. Für 2017 rechnet die Genossenschaft mit weiter steigenden Milchpreisen. © Werkbild
Die verarbeitete Milchmenge stieg um 10,3 Prozent auf über 1,5 Mrd. kg. Insgesamt hat die Molkerei Ammerland im vergangenen Jahr 113.269 t Käse, 40.919 t Pulver, 23.557 t Butter und 127.674 t Frischprodukte abgesetzt.
 
Der Umsatz erhöhte sich um rund 35 Mio. Euro auf 784,8 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Molkerei hat sich um 11,8 Mio. Euro auf 97,5 Mio. Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote lag bei 44,79 Prozent, die Quote der Eigenfinanzierung bei 94,7 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug bei 10,9 Mio. Euro. Daraus erhielten die Milcherzeuger eine Warenrückvergütung von 2,1 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss belief sich somit auf rund 6,1 Mio. Euro.
 

 

 

Milchpreis war 2 Cent schwächer

Im Jahresschnitt 2014 zahlte die Molkerei Ammerland 36,46 ct/kg inklusive Warenrückvergütung ihren Mitgliedern aus. Das waren 2 Cent weniger als im Vorjahr. Für die allgemeine Entwicklung des Milchmarktes waren neben der starken Überlieferung der Quote weitere Faktoren wie die Sperre Russlands und die verringerte Nachfrage Chinas ausschlaggebend. Für 2015 sieht die Molkerei ein schwieriges Jahr für die Milcherzeuger. Die Milchauszahlungspreise seien für viele Landwirte inzwischen nicht mehr kostendeckend. Langfristig gesehen sind die Prognosen für die Milchwirtschaft und die Entwicklung der Absatzmärkte jedoch durchaus positiv und die weltweite Nachfrage nach Molkereiprodukten weiterhin steigend.
 

Ammerland steigt bei haltbarer Milch ein

Um auch das für die kommenden Jahre erwartete Wachstum der Milchmenge verarbeiten zu können, hat die Molkerei Ammerland einen langfristigen Investitionsplan verabschiedet. Am Standort in Dringenburg wurden ein vollautomatisches Hochregallager und ein neuer Pulver-Sprühturm in Betrieb genommen. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr 36,9 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Rationalisierung der Produktionsabläufe. 2015 sollen weitere 44 Mio. EUR in den Bau einer neuen Käserei am Standort Dringenburg und in Erweiterungsinvestitionen im Werk Oldenburg fließen. In Oldenburg entsteht ein neues Lagergebäude, welches den Engpass bei der Lagerung von Konsummilch und Sahne beseitigen soll. Erstmalig wird die Molkerei Ammerland in diesem Jahr mit der Installation einer neuen Abfüllanlage in den Markt für haltbare Milch einsteigen.
 

Weltweiter Absatz

Die Internationalisierung des Absatzes hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Zu Beginn des Jahres startete eine neu gegründete Tochtergesellschaft in Madrid mit dem Vertrieb von „Ammerländer“ Produkten auf der iberischen Halbinsel. Die bereits bestehenden Tochtergesellschaften in Ungarn und Singapur konnten ihre Absätze deutlich steigern. Weitere Vertriebsbüros in China und den USA haben die Aufgabe, mit eigenen Mitarbeitern vor Ort den Verkauf von Produkten unter der Marke „Ammerländer“ zu forcieren. 
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