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Baden-Würtemberg setzt auf Weideprämie

von , am
24.10.2014

© Weingartner
Baden-Württemberg gibt mehr Geld für Grünlandbewirtschaftung und  Höhenlandwirtschaft aus. Die Mittel werden um rund 20 Millionen Euro jährlich aufgestockt. [[mehr]] In der aktuellen Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen für den Bereich Agrarumwelt und Landschaftspflege 169 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
 
Die Programme zur Grünlandwirtschaft in Beispielen. Die genannten Maßnahmen sind Bestandteil des Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum (MEPL III). Die EU-Kommission muss sie aber noch genehmigen. 
 

Neue Sommerweideprämie

- Das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) fördert eine nachhaltige und produktive Nutzung der Kulturlandschaft, der Erhalt gefährdeter Nutztierrassen sowie als neuen Schwerpunkt eine artgerechte Tierhaltung. "Die neugestaltete Sommerweideprämie bringt Rinder verstärkt aus dem Stall und auf die Weide – wo sie sich am wohlsten fühlen. Die Kopplung der Grünlandförderung an die Haltung von Vieh berücksichtigt den damit verbundenen Aufwand", erläutert Agrarminister Bonde.Geplant sind 50 Euro je GV für konventionelle Betriebe bzw. 40 Euro je GV für Ökobauern
 
- Die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) ist eine weitere wichtige Säule zur Offenhaltung der Landschaft. Die Förderung über die Landschaftspflegerichtlinie ist um nahezu zwei Drittel aufgestockt. Grün-Rot verbessere damit die Voraussetzungen, um artenreiches Grünland mit Wiederkäuern schonend zu bewirtschaften, sagte Bonde. Die LPR ermöglicht mit einer neuen Maßnahme die Förderung von Investitionen speziell für kleine landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung.
 
- Mit der Ausgleichszulage Landwirtschaft (AZL) unterstützt Baden-Württemberg zusätzlich die aufwändige Bewirtschaftung von Flächen in Mittelgebirgslagen und von der Natur benachteiligten Gebieten mit 30 Millionen Euro pro Jahr. Pro Ha sind je nach EMZ 110 bis 150 €/ha an Ausgleichszulage möglich. 
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