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Bauern legen Aldi lahm

von , am
05.08.2015

Die jüngsten Preissenkungen bei Butter machen Milchbauern wütend. So demonstrierten die ersten schon vor den Aldi-Filialen.

© BDM
Etwa 150 ostfriesische Milchbauern haben am Abend des 4. August mit 80 Treckern vor der ALDI-Filiale in Hesel gegen die Rolle von Discountern, Molkereikonzernen und Politik beim ruinösen Verfall der Milchpreise demonstriert und dabei teilweise die Anlieferung von Ware behindert.
 
Wie der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mitteilt, war aktueller Anlass dieser hauptsächlich vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) kurzfristig organisierten Aktion die erneute Senkung der Butterpreise durch ALDI. Auch einige Vertreter der Schweinehalter, deren Erzeugerpreise ebenfalls unter der von Ernährungskonzernen verfolgten Überproduktionsstrategie für den Weltmarkt litten, hätten sich dem Milchbauern-Protest angeschlossen.
 
Dabei waren auch Vertreter von Lohnunternehmen und Tierärzten, die durch die dramatische Notlage der Bauern und den so verursachten Ausfall von Rechnungs-Forderungen mitbetroffen sind.

Aufruf zu Sternfahrt nach München

BDM-Sprecherin Karin Mansholt forderte Berufskollegen in anderen Regionen auf, jetzt durch ähnliche Aktionen auf ihre Notlage aufmerksam zu machen und von der Politik die rasche Umsetzung von mengenbegrenzenden Marktkrisen-Instrumenten zu verlangen. Diese Aktionen dienten auch der Vorbereitung der bundesweiten BDM-Sternfahrt, bei der sich Bauern ab dem 24. August auf den Weg nach München machen würden, um am 1. September bei einer Kundgebung auch von der CSU mengenbegrenzende und damit erzeugerpreiswirksamen Maßnahmen einzufordern. Am 7. September folge dann eine Großaktion des europäischen Milchbauern-Zusammenschlusses (EMB) in Brüssel anlässlich der EU-Agrarministerkonferenz – zu dieser Aktion würden auch Verbände wie die AbL und die internationale Bauernorganisation „Via Campesina“ aufrufen.
 
 
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