Login
dlz-Aktuell

Bauerntag: Neuer Vizepräsident und klare Ansagen

von , am
24.06.2015

© LUF
Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbands, wurde soeben mit überzeugender Mehrheit zum Vizepräsidenten des DBV gewählt. Zudem gaben Bauernpräsident und Agrarminister Schmidt klare Bekenntnisse ab.  [[mehr]]
 
"Staatliche Bevormundung, Bürokratie und gesetzgeberische Schnellschüsse seien die größte Gefahr für eine bäuerliche Landwirtschaft", erklärt der Präsident des Deutschen Bauernverbands Joachim Rukwied zu Beginn des Deutschen Bauerntages. Rund 600 Delegierte aus allen Regionen Deutschlands nehmen in diesem Moment am Deutschen Bauerntag teil. Bauernpräsident Joachim Rukwied forderte in seiner Grundsatzrede von der Politik ein klares Bekenntnis zur Landwirtschaft am Standort Deutschland. „Das muss einhergehen mit politischer Kontinuität in der Agrarpolitik, damit eine vielfältige, regional verankerte und unternehmerisch geprägte Landwirtschaft erhalten bleibt."
 

Walter Heidl zum Vizepräsidenten gewählt

Zum neuen Vizepräsidenten des DBV wurde Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbands gewählt. Heidl erhielt in Erfurt in geheimer Wahl 92,4 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen der ordentlichen und assoziierten Mitglieder.

Vizepräsidenten des DBV sind weiterhin Werner Schwarz aus Schleswig-Holstein, Udo Folgart aus Brandenburg und Werner Hilse aus Niedersachsen.

Klare Forderungen an die Politik

Der diesjährige Bauerntag steht unter dem Motto "Veränderung gestalten", mit dem hervorgehoben wird, dass die Bauernfamilien ihre Zukunft selbst gestalten wollen und müssen. Klare Worte fand Joachim Rukwied gegenüber der Politik: "Der Weg zu höheren Standards führt nicht über das Ordnungsrecht mit staatlichen Standards und die Verlagerung der Erzeugung ins Ausland, sondern über Rahmenbedingungen für eine veränderte und höherwertige Nachfrage." Eine Politik, die durch maximale Regulierung den unternehmerischen Freiraum nimmt, schade den Bauern.

Bundesminister Schmidt fordert neuen Dialog

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fordert anlässlich des Bauerntags eine neue Debattenkultur zum Thema Landwirtschaft. "Ich begrüße ausdrücklich jede Beteiligung an der Diskussion zum Thema Landwirtschaft, denn Ernährung geht uns alle an.", so Schmidt. Er betont: "Die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft."
 
Der Deutsche Bauerntag geht noch bis zum morgigen Donnerstag.
Auch interessant