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In Bayern geben weniger Betriebe auf

von , am
02.10.2014

© StMELF
Der Strukturwandel in der bayerischen Landwirtschaft ist so gering wie nie zuvor: Das geht aus dem Agrarbericht 2014 hervor, den Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags vorstellte. [[mehr]]
 
Nach Angaben des Ministers hat sich die Quote der alljährlichen Betriebsaufgaben in den vergangenen zehn Jahren von drei auf 1,5 Prozent halbiert. Knapp 112.000 landwirtschaftliche Betriebe gab es 2013 im Freistaat – damit steht jeder dritte deutsche Bauernhof in Bayern.
 
Das macht die Land- und Forstwirtschaft zu einem gewaltigen Wirtschaftsfaktor. Jeder siebte Arbeitsplatz landesweit hängt direkt oder indirekt mit der Land- und Forstwirtschaft zusammen. Die hier erzielten Umsätze von 153 Milliarden Euro machen fast 15 Prozent der Gesamtumsätze in der bayerischen Wirtschaft aus.
 
 
 

Mehr Auszubildende

Nachwuchssorgen gibt es laut Brunner nicht. Ganz im Gegenteil habe die Attraktivität der Agrarberufe in Bayern weiter zugenommen: 805 angehende Landwirte haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung begonnen – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Der Freistaat ist damit Agrarland Nummer eins in Deutschland und soll es, wenn es nach dem Minister geht, dauerhaft bleiben. 
 
Die Durchschnittsgewinne der hauptberuflich tätigen Bauern sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 54.000 Euro geklettert, was auf die steigenden Erzeugerpreise für Agrarprodukte zurückzuführen war. 59 Prozent der Betriebe werden derzeit im Nebenerwerb bewirtschaftet. 
 
Die positive Entwicklung zeigt laut Brunner, „dass der eigenständige bayerische Weg in der Agrarpolitik erfolgreich ist“. Ziel sei, allen Betrieben Zukunftsperspektiven zu eröffnen – unabhängig von Größe und Bewirtschaftungsform. „Wir wollen keine industriellen Agrarstrukturen – die Betriebe sollen sich zukunftsfähig weiterentwickeln, aber bäuerlich bleiben“, so der Minister.
 
 
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