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BayernMeG handelt bis August 30 Cent/kg Milch aus

Herbert Maier und Markus Seemüller im Gespräch mit dlz-Redakteur Josef Koch (v. l.) © Kiermeir
von , am
15.06.2015

In den jüngsten Preisverhandlungen der Bayern MeG ist es der Dachorganisation der Erzeugergemeinschaften gelungen, für Juli mit drei Molkereien in Bayern Milchpreise von knapp über 30 Cent/kg inklusive aller Zuschläge auszuhandeln.

Herbert Maier und Markus Seemüller im Gespräch mit dlz-Redakteur Josef Koch (v. l.) © Kiermeir
Das bestätigte Herbert Maier, erster Vorsitzender der Bayern MeG in einem Gespräch mit dem dlz agrarmagazin. Basis ist jeweils 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, ohne Mehrwertsteuer.
 
"Auch für August konnten wir schon einen Abschluss erzielen, bei dem die drei vor dem Komma erhalten geblieben ist", ergänzt Maier. Nach Auffassung von Maier zeige die starke Bündelung der Erzeugergemeinschaften gerade in marktschwachen Phasen für Milcherzeuger Vorteile. Denn viele Molkereien wollen ihr Auszahlungsniveau deutlich unter 30 Cent absenken.
 
So ist der Milchwert Deutschland, der alle Verwertungen wie Käse, Frische, Butter, Pulver und Spotmilch berücksichtige, bereits für Mai deutlich um fast zehn Prozent auf 26,6 Cent/kg bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto gesunken. "Mit den jüngsten Preisabschlüssen sei es der Bayern MeG gelungen, ein wichtiges Signal am Milchmarkt zu setzen", erläutert der Bayern MeG-Vorstand.
 

30 Cent-Marke immer häufiger unterschritten

Vor allem im nord- und ostdeutschen Raum sind die Milchpreise bei vielen Molkereien bereits für Mai unter 30 Cent/kg gefallen. Auch im süddeutschen Raum haben einige Molkereien ihre Auszahlugnsleistungen für Mai teilweise um bis zu drei Cent/kg weiter abgesenkt, wie aus dem aktuellen dlz-Milchpreistrend zu entnehmen ist. Bemerkenswert: Die Arla Käsereien GmbH, Sonthofen, hob den Milchpreis sogar an. 
 
 
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