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BayWa: Big Data für Große und Kleine

von , am
15.01.2015

© Lehmann
Mit der Übernahme des Systemdienstleisters PC-Agrar will die BayWa in das Geschäft mit der prozessgesteuerten Betriebsführung in der Landwirtschaft (Smart Farming bzw. Big Data) einsteigen. [[mehr]]Die Übernahme soll rückwirkend zum 1. Januar vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts erfolgen.

Mit diesem Schritt erschließt sich die BayWa den wachsenden Markt der Verarbeitung und Auswertung von Prozessdaten aus Tierhaltung und Pflanzenbau sowie daraus abzuleitenden Handlungsempfehlungen für die Bewirtschaftung. Bisher sind solche Anwendungen vorwiegend gekoppelt an kapitalintensive Investitionen in dafür notwendige Technik der Datenerfassung und Geräte- sowie Maschinensteuerung. Die BayWa erhofft sich laut Vorstandsvorsitzendem Klaus Lutz, künftig Lösungen für Landwirte anbieten zu können, die „unabhängig von den eingesetzten unterschiedlichen Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße“ sind. Das Unternehmen rechnet sich hier Chancen aus, Beratung und Verkauf im digitalen Umfeld miteinander zu verknüpfen.

Die von PC Agrar entwickelten Softwareprodukte werden bislang über zwei Tochterunternehmen, die Land-Data Eurosoft sowie die CLG IT Systems, vertrieben.

Mit der Übernahme von PC Agrar stößt die BayWa damit als weiteres großes Unternehmen in das Segment Datenvernetzung und Big Data vor. Dort tummeln sich direkt oder durch indirekte Beteiligung bereits andere große Unternehmen aus der Landtechnik oder dem Pflanzenschutz, wie zum Beispiel BASF und John Deere, die gemeinsam integrierte IT-Tools entwickeln oder 365 FarmNet, das in Deutschland Datenallianzen mit Firmen wie Claas, Amazone, Bayer oder GEA geschlossen hat. In seiner Februarausgabe veröffentlicht das dlz agrarmagazin exklusiv eine Umfrage zur Bekanntheit und dem Nutzen bereist am Markt erhältlicher Smart-Farming-Angebote im Pflanzenbau.
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