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BayWa setzt auf steigende Getreidepreise

von , am
06.08.2015

BayWa-Chef Klaus Josef Lutz ist optimistisch im zweiten Halbjahr den Rückstand im Ergebnis aufholen zu können.

© Lehmann
Im ersten Halbjahr 2015 hat die BayWa AG mit einen Umsatz von 7,4 Mrd. Euro rund 0,3 Mrd. € weniger umgesetzt als in 2014. Auch der Gewinn vor Steuern (EBIT) war mit 40,7 Mio. Euro um 21,4 Mio. € schwächer.  "Wir haben im Juli 2015 einen Windpark in den USA verkauft, der uns 20 Mio. Euro Ergebnis eingebracht hat. Die Verschiebung ergab sich, da wir grundsätzlich unsere Projektverkäufe nicht am jeweiligen Quartalsende ausrichten. Damit liegen wir bereits kurz nach Halbjahresschluss beim EBIT auf Vorjahresniveau", rechtfertigt sich BayWa Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz.
 
Das Projektgeschäft für Wind- und Solarparks im Bereich der erneuerbaren Energien bei der BayWa AG laufe insgesamt ausgezeichnet und lasse auch für 2015 ein sehr gutes Ergebnis erwarten, so Lutz.
 
 

Getreidesilos sind gut gefüllt

Weitere Verschiebungseffekte gab es vor allem im Agrarsektor. Das 1. Halbjahr im Agrarhandel habe zwar größere Handelsvolumina gebracht, aufgrund stagnierender Getreidepreise seien die Margen aber sehr niedrig ausgefallen, erläuterte Lutz. '"Ab Mitte Mai haben wir für eine Weile eine Preisrallye gesehen. Diese haben wir für zusätzliche Gewinnmöglichkeiten im Handelsgeschäft genutzt, die sich aber erst später in den Büchern auswirken werden." So habe die BayWa zum 30. Juni 2015 rund 600.000 t auf Lager gegenüber 250.000 in den Vorjahren. 
 
Außerdem hätten die neuen BayWa Handelsaktivitäten in Südeuropa erst aufgebaut werden müssen und seien deshalb mit entsprechenden Anlaufkosten verbunden gewesen. "Gut gefüllte Handelsbücher im internationalen Geschäft, volle Silos in den BayWa Kernregionen mit großen Vermarktungschancen und die aus Händlersicht allgemein günstigen Rahmenbedingungen wie durchschnittliche Ernten bzw. Ernteerwartungen mit entsprechendem Preissteigerungspotenzial lassen uns von einem starken 2. Halbjahr ausgehen."
 
Auch mit der Entwicklung im internationalen Obstgeschäft, das sein Ergebnis im 1. Halbjahr steigern konnte, sei die BayWa zufrieden, bekräftigte Lutz seine Erwartung, dass die BayWa AG im Geschäftsjahr 2015 Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern kann. Allerdings ist das Baugeschäft rückläufig.
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