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BayWa will Agrargeschäft ausdehnen

von , am
06.11.2014

Die BayWa AG will ihr Agrargeschäft weiter ausdehnen. Dazu wird der Konzern in den nächsten Wochen weitere Handelgesellschaften in anderen europäischen Märkten gründen. [[mehr]] Dies kündigte BayWa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz auf der heutigen Pressekonferenz an. Erst vor kurzem hatte der Handelskonzern über seine niederländische Holding BayWa Agrar International B.V. eine neue Handelsgesellschaft mit Sitz in Rom eröffnet.
 
"Wir sehen unsere potenziellen Zielmärkte in ganz Europa und der BayWa Konzern hat die nötige globale Reichweite, um diesen Bedarf zu bedienen",  erklärte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Cefetra biete laut BayWa die Plattform und das internationale Know-How für Handel, Distribution und Logistik, um diese Rolle wahrzunehmen.  
 

 
 

Letzte Quartal soll Agrarhandel beleben

Im laufenden Jahr bereitet das Agrarhandelsgeschäft der BayWa aber weniger Freude. Trotz einer großen Getreideernte und Rekordhandelsmenge sind die Umsätze preisbedingt in den ersten neun Monaten um neun Prozent auf rund 6,3 Mrd. Euro gesunken. Auch das Ergebnis (EBIT) ging im Agrarhandel um 39 Prozent auf 40,3 Mio. Euro zurück. Lutz hofft nun auf das vierte Quartal um das Minus aufzuholen. Erste Erholungstendenzen zeichneten sich schon bei der Tochter Cefetra ab.
 
Im Agrargeschäft inkl. Technik und Obst insgesamt betrug der Umsatz in den ersten drei Quartalen 7,7 Mrd. Euro. Das waren 7,5 Prozent weniger als 2013. Das Ergebnis (EBIT) sackte sogar um 32,4 Prozent auf 69,8 Mio. Euro ab. Als Grund nannte Lutz auch das russische Importverbot für Obst, das die BayWa belastet. Ebenso kam es zu besonderen Belastungen im Ukraine-Geschäft.
 

Gesamtergebnis liegt unter Vorjahr

Aufgrund des schwächeren Agrargeschäftes war der Gesamtumsatz im Konzern in den ersten neun Monaten mit rund 11, 4 Mrd. Euro knapp sechs Prozent schwächer als im Vorjahr. Das operative Geschäftsergebnis ohne Sondereffekte ging sogar um 16,7 Prozent auf 111, 4 Mio. Euro zurück. Stabilisierend wirkte dagegen das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien. Hier stieg der Umsatz um 60 Prozent auf knapp 464 Mio. Euro. Das Ergebnis konnte die BayWa-Tochter gar auf 20,5 Mio. € verdoppeln. Auch die Sparte Bau steuerte mit 17,1 Mio. Euro 33 Prozent mehr zum Konzernergebnis bei, allerdings bei 9,6 Prozent niedrigeren Umsätzen. 

Die Finanzschulden sind inzwischen auf über 2 Mrd. Euro geklettert. "Davon sind aber unter anderem 650 Mio. Euro abzuziehen, weil verkaufte Getreidebestände noch nicht geliefert worden sind," erläutert Lutz. Dies soll aber bis Ende des Jahres geschehen.
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