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BDM fordert höhere Interventionspreise

von , am
14.11.2014

BDM-Vorsitzender Romuald Schaber © Werkbild
Für das heutige Treffen von Bundesagrarminister Christian Schmidt mit dem neuen EU-Agrarkommssar Phil Hogan hat Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V klar Vorstellungen, welche Maßnahmen für Milchviehhalter in der gegenwärtigen Marktkrise nötig seien. [[mehr]]
 
Helfen würde Agrarminister Schmidt den Milchviehhaltern, wenn er bei EU-Kommissar Hogan darauf hinwirken und daran mitarbeiten würde, dass das seit rund 30 Jahren bestehende Sicherheitsnetz im Sinne der zukünftigen Herausforderungen des Milchmarkts an die Neuzeit angepasst und effektiver gestaltet würde. Dazu gehört, in der aktuellen Situation das bestehende Interventionsniveau im ersten Schritt um mindestens 40 Prozent anzuheben. Nur damit könnte noch ein Milchpreisabsturz unter 30 Cent/kg verhindert werden.  Außerdem – und das wäre viel entscheidender – müssen dringend neue Instrumente entwickelt werden, mit denen, wie im Marktkrisen-Managementprogramm des BDM vorgesehen, die Milchanlieferung im Falle einer Marktkrise zeitlich befristet gedeckelt werden kann. 
 
Aktuell zur Preismisere bei Milch, Fleisch und Gemüse haben wir eine Online-Umfrage gestartet, was die EU Ihrer Meinung nach tun muss, damit die Agrarmärkte wieder auf die Beine kommen. Die aktuelle Umfrage finden Sie auf der rechten Seite. Fahren Sie mit den Cursor einfach nach unten. 
 
 
 

10 Mrd. Euro als Verlustausgleich nötig

Will Schmidt den Milchviehhaltern alleine mit öffentlichen Geldern helfen, müsste er bereits jetzt mindestens 10 Milliarden Euro bereit stellen, um die Verluste auszugleichen, die den Milchviehhaltern seit Jahresbeginn durch die einbrechenden Milchpreise, die im Wesentlichen durch das weltweit deutlich gestiegene Milchangebot bei gleichzeitig gedämpfter Nachfrage entstanden sind. Die EU-Milchproduktion trägt daran mit einer Mehrproduktion einen maßgeblichen Anteil. 
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