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Biokraftstoffe: Mindestens acht Prozent nötig

© landpixel
von , am
23.02.2015

Morgen wird das EU-Parlament über die Zukunft der Biokraftstoffe abstimmen. Die EU-Bauernverbände sehen die Gefahr eines verringerten Anteils an Biokraftstoffen.

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Die EU-Bauern- und Genossenschaftsverbände haben vor der morgigen Abstimmung im Europäischen Parlament, hervorgehoben, wie erfolgreich Biokraftstoffe aus Ackerkulturen für das Reduzieren der Treibhausgasemissionen in Europa, das Schaffen von Arbeitsplätzen, das Verringern des Proteindefizits für die Tierfütterung und das Verbessern der Energiesicherheit gewesen sind. [[merh]] Gerade jetzt dürfe all das nicht aufs Spiel gesetzt werden, so Copa-Cogeca.
 
Zusammen mit anderen europäischen Verbänden appellierten Copa und Cogeca an die Europaabgeordneten, bei ihrer Abstimmung über die zukünftige EU-Biokraftstoffpolitik sicherzustellen, dass bis 2020 mindestens acht Prozent der Kraftstoffe im Verkehrssektor aus Biokraftstoffen aus Ackerkulturen stammen sollen.
 
 

Weniger Biokraftstoffe, mehr Treibhausgase

"Jegliche Reduzierung dieser Zielvorgabe zur Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerkulturen hätte nachteilige Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung, die Energie- und Klimaziele und die Versorgung mit Futtermitteln", warnt der Generalsekretär von Copa-Cogeca, Pekka Pesonen. Für die Zeit nach 2020 seien stabile und gezielte Dekarbonisierungsmaßnahmen absolut notwendig, die auf Biokraftstoffe inklusive zertifiziert nachhaltiger Biokraftstoffe aus Ackerkulturen setzen.
 
Ein separates verpflichtendes Unterziel für Biokraftstoffe der zweiten und dritten Generation ist ebenso Teil einer längerfristigen Perspektive und von essenzieller Bedeutung, wenn es darum geht, parallel zu den konventionellen Biokraftstoffen aus Ackerkulturen Investitionen zu ermöglichen und die wirtschaftliche Entwicklung des Sektors zu fördern.
 
 

ILUC-Faktoren sind ungeeignet

Darüber hinaus spricht sich Copa-Cogeca gegen indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) in den gesetzlichen Bestimmungen aus, da die Modelle, die für das Einführen der ILUC-Faktoren bei Mitteilungen der Kraftstoffanbieter an die Mitgliedstaaten herangezogen wurden, inakzeptabel sind und einer wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Es gebe auch auf internationaler Ebene keine Einigung hierzu. ILUC-Faktoren seien wegen fundamentaler Datenfehler und bedeutender Methodikprobleme für eine genaue Einschätzung des Ausmaßes von Landnutzungsänderungen in Nicht-EU-Staaten und der sich daraus ergebenden Treibhausgasemissionen nicht geeignet.  
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