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Bodenmarkt: DBV fordert Vorrang für Landwirte

von , am
20.10.2014

Einen "bodenpolitischen Vorrang für aktive Landwirte" fordert der Deutsche Bauernverband (DBV). Bund und Länder müssten deutlicher als bisher ihre bodenmarktpolitischen Zielsetzungen formulieren, damit die zuständigen Behörden und Gerichte klarere Maßstäbe für Versagungsgründe erhalten, wenn die Veräußerung dem Ziel der Verbesserung der Agrarstruktur widerspreche.

Auf seiner Klausurtagung in Boppard am Rhein beschloss das DBV-Präsidium eine Positionsbestimmung zu den Entwicklungen am landwirtschaftlichen Bodenmarkt. Darin fordert der Verband, wettbewerbsschädliche Eigentums-Konzentrationen auf den regionalen Bodenmärkten seien zu vermeiden. Angestrebt wird eine möglichst starke Stellung des bäuerlichen Eigentums und ein Erhalt der Eigentumsstreuung bei Grund und Boden. Außerdem sollen der Flächenverbrauch und Zweckentfremdungen soweit wie möglich unterbunden werden, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten.

Bundesländer in der Verantwortung

Bekanntlich sind die Kauf- und Pachtpreise landwirtschaftlicher Flächen in vielen Regionen gestiegen; viele Landwirte sind in Sorge, wichtige Flächen für die betriebliche Entwicklung zu verlieren. Neben dem innerlandwirtschaftlichen Wettbewerb bemühen sich externe Investoren um land- und forstwirtschaftliche Flächen. Der DBV wies darauf hin, verantwortlich für gesetzgeberische Anpassungen seien die Bundesländer, die dabei die regionale agrarstrukturelle Situation zu beachten hätten.
 
Das DBV-Positionspapier zum Bodenmarkt kann hier heruntergeladen werden.
 
 
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