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Bonde will Neonicotinoide dauerhaft verbieten

von , am
21.04.2015

Baden-Württembergs Agrarminister Alexander Bonde fordert EU und den Bund auf, bienengefährliche Neonicotinoide dauerhaft zu verbieten.

Die AGES testet die Durchwachsene Silphie als Alternative zu Mais. © AGES
Damit sollen sie Konsequenzen aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ziehen, um die Artenvielfalt zu bewahren. In einer neuen Studie kommt die EASAC – der europäische Verbund nationaler Wissenschaftsakademien – zum Schluss, dass die Auswirkungen der Neonicotinoide auf Ökosysteme noch gravierender sind als bisher angenommen.
 
Wegen des Verdachts der Gefährdung von Honigbienen hatte die Europäische Union bereits 2013 die Zulassung für drei Pestizide aus der Stoffgruppe der Neonicotinoide stark eingeschränkt. Dieses Moratorium läuft allerdings bereits im Dezember 2015 aus. "Bund und EU wären jetzt gut beraten, die verbleibende Zeit des Moratoriums bis Dezember 2015 zu nutzen und die Neonicotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid dauerhaft zu verbieten, " fordert Bonde
 
Die Industrie sei gefordert, den Landwirten mehr umweltverträgliche Alternativen anzubieten. Nur so könne ein umfassender Schutz der Artenvielfalt erreicht werden. Der aktuelle Weckruf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa sei alarmierend und verlange rasches Handeln.
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