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dlz-Aktuell

Brüssel muss Dauergrünland ändern

von , am
13.05.2015

© Strotmann
Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) fordert kurzfristige Änderungen der Definition und der Auslegungen des Dauergrünlandbegriffs auf europäischer Ebene. [[mehr]]
Aus Sicht des Bauernverbandes sind die "aktuellen Dauergrünland-Regelungen im Sinne des Eigentums- und Vertrauensschutzes völlig inakzeptabel, aus ökologischen Gesichtspunkten zutiefst kontraproduktiv und stehen dem Ziel der Grünlanderhaltung völlig entgegen".
 
Der DBV fordert in seiner Erklärung, den Wechsel des Anbaus von Grünfutterpflanzen und auch eine Brache als Fruchtfolgebestandteil eines landwirtschaftlichen Betriebes zu werten und nicht der Dauergrünland-Definition zu unterwerfen. Darüber hinaus ist dringend eine generelle Aussage der EU-Kommission erforderlich, dass die Definition des Dauergrünlands nicht die brachliegenden Flächen erfasst.
 
 

Klärung bei freiwilligen Umweltprogrammen nötig

Der Bauernverband fordert ferner eine Klarstellung der EU-Kommission, dass auch solche Flächen den Ackerstatus behalten, die Landwirte  bei freiwilligen Umwelt-, Natur- oder Gewässerschutzmaßnahmen vorübergehend als Dauergrünland deklarieren. Die Zusage, dass EU-geförderte Agrarumweltmaßnahmen den Ackerstatus behalten, sei nicht ausreichend, so der DBV.
Weiter wehrt sich das DBV-Präsidium dagegen, den Gedanken von Ökologischen Vorrangflächen ad absurdum zu führen, indem Landwirte, die deutlich mehr als die geforderten fünf Prozent Ökologischer Vorrangflächen bereitstellen, besonders auf Umgehungstatbestände kontrolliert werden sollen. 
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