Login
dlz-Aktuell

Brüssel muss Exporte stärker stützen

von , am
05.11.2014

© Werkbild
Der Rindfleischmarkt ist in der Krise. Daher fordert der neue Vorsitzende der Arbeitsgruppe Rindfleisch von Copa-Cogeca, der Franzose Jean-Pierre Fleury, die EU-Kommission auf, intensice Maßnahmen zur Exportstützung zu ergreifen.[[mehr]]
 
"In der heutigen Arbeitsgruppe herrschte Einigkeit darüber, dass der Rindfleischmarkt sich in einer Krise befindet. Die Preise sind in der gesamten EU abgerutscht", stellt Fleury fest. Das für landwirtschaftliche Exporte der EU verhängte russische Embargo, das schwer auf dem Sektor laste, habe politische Gründe und wurde nicht von den Landwirten oder landwirtschaftlichen Genossenschaften verschuldet. "Dennoch zahlen wir die Zeche hierfür. Die Mittel zur Bewältigung dieser Krise dürfen daher nicht aus dem GAP-Haushalt entnommen werden. Es ist sofortiges Handeln erforderlich. Die Arbeitsgruppe von Copa-Cogeca betont, dass die Kommission mit Blick auf die außergewöhnliche Situation Notfallmaßnahmen ergreifen kann."
 

Druck hält an

Fleury umriss einige zentrale Aktionen: "Wir fordern die Kommission nachdrücklich auf, rasch Maßnahmen inklusive Exportstützung zu ergreifen, mit denen der Markt unterstützt werden kann." Die Kommission müsse eine starke Exportförderungskampagne durchführen und Unterstützung zur Erschließung neuer Absatzmärkte leisten. Sanitäre Hindernisse und unnötige Handelshemmnisse müssten ebenfalls ausgeräumt werden.  "Wir werden den Druck aufrechterhalten, bis Lösungen vorliegen," kündigt Jean-Pierre Fleury an.
 
Jean-Pierre Fleury gehört dem französischen Landwirtschaftsverband FNSEA an. Er ist Rindfleischerzeuger und hält in seinem 290 Hektar großen Betrieb 190 Mutterkühe. Er ist zudem Präsident des Nationalen Rindfleischverbands Frankreichs.  Andrew Foot von der NFU England und Wales sowie Verena Schütz vom Deutschen Raiffeisenverband wurden für eine Amtszeit von zwei Jahren zu den stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 
Auch interessant