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Brunner und Bonde machen sich für Ökobauern stark

von , am
04.12.2014

Geht es um die Reform der EU-Ökoverordnung, machen CSU und Bündnis90/Die Grünen gemeinsame Sache. So versuchen Alexander Bonde (Die Grünen) und Helmut Brunner (CSU) die EU-Kommission zum Umdenken zu bringen.

© Werkbild
Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sieht gute Chancen für einen Richtungswechsel Brüssels beim Ökolandbau. „Die EU-Kommission hat sich bereiterklärt, den bisherigen Kurs einer deutlichen Verschärfung der EU-Ökoverordnung grundlegend zu überdenken“, sagte der Minister im Anschluss an ein Treffen mit EU-Parlamentariern, Vertretern der EU-Kommission und Verbänden in der Bayerischen Vertretung in Brüssel.
 
Brunner hatte die Veranstaltung gemeinsam mit seinem baden-württembergischen Kollegen Alexander Bonde initiiert, um den Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene die negativen Auswirkungen der noch vom früheren EU-Kommissar Dacian Ciolos auf den Weg gebrachten Verordnung vor Augen zu führen. "Das Signal war deutlich und es ist angekommen", sagte Brunner.
 

 

Mehr Risiken für Ökobauern

© StMELF
In seltener Einmütigkeit hätten Politik und Verbände eine grundlegende Neuausrichtung eingefordert. Denn nicht nur Brunner befürchtet, dass gerade kleinere Betriebe vor einer Umstellung auf Bio zurückschrecken, wenn die bisherigen Pläne Brüssels Realität werden. Das würde dann ausgerechnet Länder mit bäuerlichen Strukturen wie Bayern oder Baden-Württemberg treffen, wo die Hälfte der Biobauern Deutschlands wirtschaftet.
 
Auf heftigen Widerstand bei den Betroffenen stößt laut Brunner vor allem die geplante Einführung von zusätzlichen Grenzwerten bei Bio-Lebensmitteln. Sie würde das finanzielle Risiko bei Verunreinigungen des Endprodukts nicht dem Verursacher, sondern generell dem produzierenden Ökobetrieb aufbürden. 
 
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