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CeresAward: Tosender Applaus für Top-Landwirte im Tipi

von , am
15.10.2015

Landwirtschaft feiert: Mehr als 350 Gäste feierten bei der Nacht der Landwirtschaft die Verleihung der CeresAwards 2015. Die Gewinner kommen aus ganz Deutschland sowie der Schweiz. Landwirt des Jahres ist Martin Wimmer aus Essenbach in Niederbayern.

Berlin / München, 14.10.2015 – Landwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt präsentierten die 27 Finalistinnen und Finalisten des diesjährigen CeresAward. Von der Nordsee bis in die Südtiroler Alpen war nahezu der gesamte deutsche Sprachraum vertreten. Die Nominierten stehenstellvertretend dafür, dass Landwirtschaft viele Möglichkeiten bietet, etwas auf die Beine zu stellen. Ausgezeichnet wurden die Sieger und Siegerinnen der diesjährigen neun Kategorien (siehe Folgeseiten) am 14. Oktober 2015 im Rahmen der „Nacht der Landwirtschaft“ im Tipi am Kanzleramt in Berlin.
Zum Gesamtsieger und damit Landwirt des Jahres wählte die Jury Martin Wimmer aus Essenbach.

Der Preis, initiiert und getragen vom Fachblatt dlz agrarmagazin, wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und entwickelt sich zur festen Größe in der Agrarbranche. Er zeichnet Persönlichkeiten aus, die als Landwirt bzw. Landwirtin erfolgreich sind und für die es im unternehmerischen Alltag selbstverständlich ist, Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt wahrzunehmen.

Landwirtschaft mit Gesicht

Joachim Rukwied, Schirmherr und Präsident des Deutschen Bauernverband (DBV) stellte heraus, dass der CeresAward "herausragende Beispiele für Unternehmergeist, für innovative Landwirtschaft und für neue Kommunikationskonzepte in die Öffentlichkeit" bringt. Georg‐Otto Fuchs von Hauptsponsor Deutz‐Fahr unterstrich, dass die Bewerberinnen und Bewerber zwei Gemeinsamkeiten haben: "Sie stehen mit ihrer Person für das ein, was sie tun und sie ergreifen selbst die Initiative." Für den Ausrichter, den dlv – Deutscher Landwirtschaftsverlag, verwies Geschäftsführer Amos Kotte darauf,welche Bedeutung authentische Beispiele in einer Mediengesellschaft haben:"Die Finalisten des CeresAward verleihen dem Thema Landwirtschaft ein Gesicht.

Glückliche Gewinner

Landwirt des Jahres wurde Martin Wimmer aus Essenbach (Bayern), gleichzeitig Sieger in der Kategorie Schweinehalter. Begründung der Jury: "Ein Landwirt, der Vieles richtig gemacht hat: Er hat den Mutbewiesen, in jungen Jahren einen neuen Betrieb auf die Beine zu stellen; er ist ehrenamtlich engagiert und blickt positiv und optimistisch in die Zukunft; und er setzt in seinem Betrieb bereits weit über die heutigen Standards hinausgehende Anforderungen um." Das Preisgeld von10.000 Euro will der Landwirt des Jahres dafür verwenden, die Information der Mitbürger, allen voran Schulklassen, über  die Landwirtschaft zu fördern.

Die Siegerinnen und Sieger in den Kategorien:

Ackerbauer: Stefan Krainbring, Schönwalde am Bungsberg (Schleswig‐Holstein).
Begründung der Jury: "Der Blick über den Tellerrandbeeindruckt, ebenso das betriebswirtschaftlich stark durchdachte
Konzept im Ackerbau, in das spannende Erfahrungen einfließen, und bei
dem er Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen unter Beweis stellt."

Unternehmerin: Claudia Jütte, Fuldatal (Hessen).
Begründung der Jury: "Aus einer schwierigen Erlössituation hat sie eine Chance gemacht und so dem ehemaligen Nebenerwerbsbetrieb eine Perspektive im Haupterwerb gegeben. Die persönliche und betriebliche Entwicklung läuft in einem Tempo, das ihr, ihrer Familie und den Projekten gut tut."

Energielandwirt: Hermann‐Josef Benning, Reken (Nordrhein‐Westfalen).
Begründung der Jury: "Benning hat sich entschieden, nicht in den Wettlauf um Fläche einzusteigen und Wachstum im Betrieb nicht auf Kosten anderer voranzutreiben. Dafür setzt er überzeugende Energiekonzepte um, in die er Landwirte und Mitbürger einbezieht."
 
Junglandwirt: Matthias Heckenberger, Biberach (Baden‐Württemberg).Begründung der Jury: "Heckenberger überzeugt vor allem dadurch, dass er durch systematisches Ausprobieren Verbesserungen für den Betrieb verwirklicht hat und an seinen  Erkenntnissen Berufskollegen teilhabenlässt."

Milchviehhalter: Gert Ruschulte, Ohne (Niedersachsen).
Begründung der Jury: "Ein Milchviehhalter mit Leib und Seele, der die Milchviehhaltung mit Konzept und Konsequenz vorantreibt. Zu beachtlichen Leistungen im Stall kommt das Engagement, in der Bevölkerung für Verständnis für Landwirtschaft und Tierhaltung zu werben."
 
Manager: Alexander Keller, Gutenzell (Baden‐Württemberg).
Begründung der Jury: "Der junge Milchviehhalter hat einen klaren Plan, wie es mit dem Betrieb weitergehen soll. Als Manager kalkuliert er regelmäßig alle Kosten um zu wissen, ob der Betrieb auf Spur bleibt."
 
Biolandwirt: Ulf Peter Carstens, Friedrichsgabekoog (Schleswig‐Holstein).
Begründung der Jury: "Der junge Landwirt nutzt die optimalenGrundlagen eines Familienbetriebs aus. Zuständig für die Feldarbeit undden Personaleinsatz beweist er  Erfindergeist und nutzt modernste Technik, um auch im großen Betrieb Bioanbau ohne Abstriche zu ermöglichen."
 
Geschäftsidee: Judith Pfefferli, Wangen bei Olten (Schweiz).
Begründung der Jury: "Wissen, wo es herkommt, ist ein Anliegen von Landwirten und Verbrauchern. Ihr Konzept verknüpft Bildungsauftrag und Geschäftsidee ideal. Darüber hinaus überzeugt, dass sie ihre Erfahrungen mit anderen teilt."
 
Weitere Bilder und Informationen zu allen Gewinnern finden Sie unter www.ceresaward.de.

In den Startlöchern für 2016

Ab Mitte November 2015 können Interessierte über die Internetseite www.ceresaward.de oder per Mail an bewerbung@ceresaward.de Bewerbungsunterlagen für den CeresAward 2016 anfordern. Ausgeschrieben wird der Preis in zwölf Kategorien.

Pressekontakt:
Detlef Steinert, Chefredakteur des dlz agrarmagazin,
detlef.steinert@dlv.de, +49 89‐12705‐277 sowie
Julia Davids, julia.davids@dlv.de, +49 89‐12705‐334 
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