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Copa hat neues Präsidium

von , am
28.09.2015

Der Europäische Bauernverband Copa hat ein neues Präsidium gewählt. Der Däne Martin Merrild steht zukünftig an dessen Spitze.

© Landbrug & Fødevarer
In den kommenden zwei Jahren will sich der neue Copa-Präsident Martin Merrild vor allem um den Abbau von Verwaltungslasten und bessere Erzeugerpreise kümmern. Weitere Ziele sind die Vereinfachung der EU-Regelungen und der Bürokratie sowie die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
 
"In meiner Funktion als Präsident von Copa werde ich mich auch für eine starke Exportstrategie zur Erschließung neuer Märkte insbesondere in Asien einsetzen. Ich werde zudem Copas pro-aktiven Ansatz mit Blick auf die aktuellen EU-Freihandelsgespräche mit den USA (TTIP) fortführen, werde aber sicherstellen, dass unsere strengen Produktionsstandards respektiert werden. Außerdem werde ich auf einen Abschluss der Handelsgespräche mit Japan drängen", erklärt Merrild.
 
 
Merrild ist Landwirt mit einem Abschluss in Agrarökonomie und spezieller Betriebswirtschaftslehre. Seit 2012 ist er Präsident des Dänischen Landwirtschafts- und Lebensmittelrates (DAFC).

Ein Stellvertreter aus Österreich

Merrild wird von sechs ebenfalls heute gewählten stellvertretenden Präsidenten unterstützt. Einer davon ist der Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Oberösterreich, Franz Reisecker (57). Die weiteren Stellvertreter kommen aus Frankreich (Henri Brichart, Nationalverband der Gewerkschaften landwirtschaftlicher Betriebsinhaber), Irland (Eddie Downey, Irischer Bauernverband), Italien (Roberto Moncalvo, Nationalverband aktiver Landwirte), Lettland (Maira Dzelzkalēja, Bauernparlament)) und Ungarn (Miklós Zsolt Kis, (Kammern für Landwirtschaft).
 
Der COPA-Vize aus Österreich Franz Reisecker bewirtschaftet seit 1980 einen Schweinemastbetrieb in St. Georgen bei Obernberg am Inn (Bezirk Ried im Innkreis) als Familienbetrieb, ist verheiratet und hat vier Kinder. In seiner neuen Funktion will er "an guten Rahmenbedingungen für die europäische Land- und Forstwirtschaft mitarbeiten". Ein besonderes Anliegen dabei sind ihm die bäuerlichen Familienbetriebe. Denn "diese Kombination von Landwirtschaft und Forstwirtschaft verleiht den Betrieben zusätzliche Stabilität in wirtschaftlich und politisch herausfordernden Zeiten", so Reisecker.
 
 
 
 
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