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CSU sieht die Probleme nicht

von , am
02.10.2014

Bayerns Opposition sieht den aktuellen Agrarbericht kritischer. So zeige die Debatte zum Agrarbericht 2014, dass die CSU die Augen vor den tatsächlichen Problemen in der heutigen Landwirtschaft verschließe, [[mehr]] lautet das Fazit von Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion.
 
Herz kritisiert vor allem, dass seit der letzten Reform des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes Alternativpflanzen zum Maisanbau nicht mehr förderfähig seien. "Die Staatsregierung will angeblich die Bioökonomie fördern, schafft es jedoch nicht, entsprechende Fördermodalitäten beizubehalten, die einen Anreiz schaffen, Mais durch alternative Energiepflanzen zu ersetzen." Der Agrarbericht zeige außerdem, dass die Landwirte den Einkommensabstand zu den gewerblichen Einkommen in den vergangenen Jahren kaum aufgeholt hätten.
 

Nicht an Lehrerstellen sparen

Nikolaus Kraus, Mitglied des Landtagsumweltausschusses, fügt hinzu, der Bericht verdeutliche, dass das Interesse an einer Grünen Ausbildung wieder stark zugenommen habe. So befanden sich 2013 fast 5.000 junge Menschen in der Ausbildung zu einem Agrarberuf. "Wir fordern die Staatsregierung auf, hierfür die entsprechenden Lehrer- und Beratungsstellen bereitzustellen. Die hervorragende Ausbildung der angehenden Landwirte darf durch die Sparmaßnahmen der Staatsregierung jedoch nicht beeinträchtigt werden."
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