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Deutliches Minus bei Rüben

© landpixel
von , am
19.05.2015

Die deutschen Landwirte haben 2015 deutlich weniger Zuckerrüben, Kartoffeln und Raps angebaut. Dagegen haben sie den Anbau von Erbsen verdoppelt.

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So fiel die Rübenfläche um über 15 Prozent auf 315.500 ha. Dies könne eine Auswirkung der überdurchschnittlichen Zuckerrübenernte im Jahr 2014 sein. Wegen der gut gefüllten Lager wurde der Produktionsumfang für 2015 reduziert, führt das Statistische Bundesamt (Destatis) aus.
 
Raps steht 2015 auf 1.3 Mio. ha, was einem Minus von 6,4 Prozent entspricht. Bei Kartoffeln ging die Anbaufläche um gut ein Prozent auf knapp 242.000 ha zurück.
 
Dagegen wuchs der Erbsenanbau um rund 43.000 ha auf nun 84.100 ha. Das entspricht einer Ausdehnung um rund 102 Prozent. Eine ähnliche Steigerung wird für die Ackerbohnen erwartet. Der Anbau von Eiweißpflanzen wird mit der Umsetzung der Agrarreform der Europäischen Union ab 2015 stärker gefördert. Dennoch nehmen Hülsenfrüchte eine vergleichsweise geringe Anbaufläche ein.
 
 

Über die Hälfte ist Winterweizen

Mit einem Anteil von 53 Prozent an der gesamten Getreideanbaufläche bleibt der Winterweizen auch 2015 unangefochtener Spitzenreiter beim Getreide. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) einer ersten Schätzung zufolge mitteilt, haben die Landwirte in Deutschland zur Ernte 2015 auf 3,25 Millionen Hektar Winterweizen angebaut. Dies sind drei Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Die Anbaufläche von Wintergerste ist im Vergleich zu 2014 um drei Prozent auf 1,27 Millionen Hektar gestiegen. Der Anbauumfang von Roggen (624 800 Hektar) und von Triticale (417 000 Hektar) bewegt sich hingegen auf Vorjahresniveau.
 
Sommergetreide wurde auf 547.100 Hektar ausgesät, dies entspricht einem Flächenzuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamte Getreideanbaufläche im Jahr 2015 beläuft sich voraussichtlich auf 6,11 Millionen Hektar.
 
Die Angaben zu den Anbauflächen zur Ernte 2015 beruhen auf den Mitteilungen einer begrenzten Anzahl von Ernte- und Betriebsberichterstattern in den Bundesländern von Mitte April 2015. Daher sind die Ergebnisse als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten.
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