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DMK verdient und zahlt weniger

von , am
10.03.2015

Obwohl die DMK Group im vergangenen Jahr auf Gewinn verzichtete, konnte sie den Milchpreis des Vorjahres nicht erreichen.

© DMK

Nach einem Rekordauszahlungspreis für 2013 von 37,40 Cent/kg netto (4,0 Prozent Fett/3,4 Prozent Eiweiß) konnte DMK seinen genossenschaftlichen Milcherzeugern trotz der extrem schwierigen Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2014, durchschnittlich 36,86 Cent/kg auszahlen. Damit liegt DMK nach eigenen Angaben auf dem Niveau der Vergleichsmolkereien.
 
Im vergangenen Jahr macht die DMK nach vorläufigen Zahlen rund 42 Mio. Euro Gewinn gegenüber 51,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz der DMK Group blieb indes mit vorläufigen 5,3 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau.
Bei einer Eigenkapitalquote von 37 Prozent sieht sich das Unternehmen auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt, um im Sinne seiner Anteilseigner neue Märkte zu erschließen und Marktvolatilitäten abzufedern
 

Bis zu vier Prozent mehr Milch erwartet

Mit dem Ende der Milchquote ab dem 1. April rechnet DMK, wie bereits in den vergangenen Jahren, auch in Zukunft mit einer Zunahme der Milchmenge von bis zu vier Prozent jährlich. Dennoch bietet das Molkereiunternehmen seinen Landwirten auch weiterhin eine garantierte Abnahme der angelieferten Milchmengen. Diese wird entsprechend den Marktbedingungen ertragsstark verarbeitet.
Dabei konzentriert sich DMK GROUP auf die Entwicklung von maßgeschneiderten Produkten für nationale und internationale Märkte im Bereich Molkereiprodukte und Ingredients, um auch bei steigender Milchmenge höchst flexibel auf Marktschwankungen reagiert zu können.
 
Als Beispiel nennt DMK-Chef Dr. Schwaiger das Russlandembargo, das einen erheblichen Einfluss auf den Käseabsatz europäischer Molkereien hatte. DMK konnte sich aber schnell auf die veränderten Marktbedingungen einstellen und lenkte Rohmilch in die Bereiche Molkereiprodukte und Ingredients, um die Wertschöpfung zu erhöhen. "Ermöglicht wird diese Umlenkung durch unsere vernetzte Werkstruktur. Grundsätzlich sind kurze Wege für den wertvollen Rohstoff Milch ein wesentliches Qualitätskriterium. Trotzdem ist unsere Werksstruktur in Deutschland so aufgebaut, dass Milchmengen bei Bedarfsänderung kurzfristig in andere Werke und somit Produktgruppen umgeleitet werden können", erläutert Dr. Schwaiger.


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