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Druck auf Milchpreise lässt nach

von , am
02.02.2015

Die Milchverwertung hat sich im Januar nochmals leicht verschlechtert. Der Milchwert Deutschland ist um 0,4 Cent/kg auf 28,4 Cent/kg gefallen. Basis sind 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, netto, ab Hof. [[mehr]] Zum Vergleich von November auf Dezember sank der Milchwert um 0,7 Cent, und von Oktober auf November gar um 4,1 Cent/kg.
 
Der Rückgang betraf nach Berechnungen des Kieler ife-Institutes alle Regionen gleich stark. Somit müssen Landwirte damit rechnen, dass viele Molkereien vor allem im Süden für Januar das Milchgeld nochmals senken werden. Denn dort sind die Auszahlungspreise in den vergangenen Monaten deutlich schwächer gesunken als im Norden oder Nordwesten Deutschlands.


Bessere Verwertung für Butter und Pulver

Allerdings gibt es auch einen Hoffnungsschimmer, dass der Preisverfall am Milchmarkt ein Ende hat. So ist der Kieler Rohstoffwert Milch um 0,5 Cent/kg auff 25,2 Cent/kg im Januar gestiegen. Grund sind vor allem die höheren Preise für Magermilchpulver am freien Markt. Auch die Fettverwertung hatte sich im Januar leicht verbessert und ist um 0,1 Cent/kg besser als im Dezember.  
 
Der Rohstoffwert Milch gibt somit nur die Eckverwertung für Butter und Magermilchpulver wieder. Längerfristige Kontrakte sind dabei nicht erfasst. Somit dauert es erfahrungsgemäß ein paar Monate bis sich die positive Tendenz auch bei den Milchauszahlungspreisen widerspiegelt.
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