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Emmi verkraftet schwachen Euro besser als gedacht

von , am
18.08.2015

Die Schweizer Molkerei Emmi erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen leicht besseren Umsatz als erwartet.

© Werkbild
Der Umsatz im ersten Halbjahr lag bei 1.444,24 Mio. Euro (1.563 Mio. CHF). Das bedeutet einen Rückgang um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Reingewinn lag bei 43,13 Mio. Euro (46,6 Mio CHF). Das sind 1,29 Mio. Euro mehr als im ersten Halbjahr 2014. Die Reingewinnmarge liegt mit drei Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum.
Dieses Ergebnis übertreffe die Erwartungen und sei vor allem auf  Ertragssteigerungen und Bereinigungen in den ausländischen Betrieben zurückzuführen.

Schwäche in der Heimat

Auf dem Heimmarkt gingen die Umsätze in allen Sparten zurück. Mit 808,61 Mio. Euro (874,2 Mio CHF) lag der Umsatz drei Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode. Höherer Importdruck und Einkaufstourismus seien Gründe dafür.

Europa: Rückgang kleiner als erwartet

In der Division Europa (Benelux, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich) sank der Umsatz um 1,3 Prozent auf 213,62 Mio. Euro (230,8 Mio CHF). Damit hat die Division die Turbulenzen rund um den Euro besser als erwartet verkraftet.
Bei den Frischprodukten gab es ein organisches Wachstum, das auf Emmi Caffè Latte in Grossbritannien, Österreich und Benelux sowie das Dessertgeschäft aus Italien zurückzuführen war. Das im Wesentlichen auf den Export von Schweizer Käse konzentrierte Käsegeschäft in Europa litt hingegen unter der Euroschwäche, besonders die Exporte nach Italien.

Besseres operatives Ergebnis

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im ersten Halbjahr 2015 um 14 Prozent auf 78,56 Mio. Euro (84,9 Mio. CHF), was zu einer bereinigten EBIT-Marge von 5,4 Prozent führte.
 

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