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Ende der Stallpflicht in Sicht

von , am
16.02.2015

Die in Teilen Niedersachsens noch geltende Stallpflicht für Geflügel, die als Maßnahme gegen den Eintrag von Vogelgrippeviren in den Nutztierbestand verhängt worden war, soll möglichst rasch aufgehoben werden. Auch in Sachsen-Anhalt steht die Aufstallungspflicht vor der Aufhebung.

© landpixel
Das Landwirtschaftsministerium in Hannover hat einen Runderlass mit der Bitte um eine Lockerung des Stallzwangs in den betroffenen Landkreisen versandt. der Niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer hatte bereits Anfang Februar anlässlich der offiziellen Beendigung desTierseuchenkrisenfalls die Kreise um eine ausgewogene Risikoneubewertung bezüglich der Aufstallpflicht von Freilandgeflügel gebeten. Neben Gründen der Wirtschaftlichkeit sollte dabei auch berücksichtigt werden, dass es keine neuen Fälle der Vogelgrippe H5N8 gegeben habe. Trotz umfangreicher Untersuchungen war nur bei einer tot aufgefundenen Möwe im Landkreis Aurich der Virus nachgewiesen worden.
 
Auch das Magdeburger Landwirtschaftsministerium teilte vergangene Woche mit, dass die Landkreise und kreisfreien Städte derzeit in eigener Zuständigkeit prüfen, ob die Stallpflicht nur noch in Vogelschutzgebieten inklusive eines 10-Kilometer-Radius notwendig ist. Sollte es in der nächsten Zeit keine weiteren Fälle von Vogelgrippe in Sachsen-Anhalt geben, könnte die Stallpflicht nach Angaben des Ministeriums schon Anfang März landesweit aufgehoben werden. Die Aufstallungspflicht für Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern Ende November verfügt worden, nachdem Vogelgrippe-Viren der gefährlichen Variante H5N8 in einer wildlebenden Krickente entdeckt wurden. Zuletzt waren die Erreger am 31. Dezember 2014 im Rahmen des Vogelgrippe-Monitorings in zwei infizierten Wildenten im Landkreis Stendal gefunden worden.
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