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Fernsehreportage unter Kritik

von , am
14.09.2015

An einer Sendung des ZDF zur Gülleproblematik wird Kritik laut. Der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) bezeichnet sie als unsachlich und in vielen Punkten fehlerhaft.

© landpixel
Am 8. September strahlte das ZDF-Magazin "Frontal 21" die Sendung "Bedrohung durch Gülle-Flut - Nitrat gefährdet Mensch und Natur" aus.
Laut dieser bringen Landwirte "massenhaft Gülle auf Äcker und Wiesen" aus. Diese Darstellung weist der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) als unkorrekt zurück. Die Betriebe hielten sich an geltende Gesetze und Verordnungen, die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westphalen kontrolliere dies. 

Baugenehmigung verlief ordnungsgemäß

Der Bericht legte nahe, dass ein neu gebauter Schweinestall in der Nähe des Wassewerkes von Viersen die Baugenehmigung nur unter Beugung des Gesetzes erhalten habe. Man habe den Hof einfach aus der bestehenden Schutzzone mit Bauverbot ausgeklammert. Diese Darstellung verärgerte den Verband besonders. Das Baugenehmigungsverfahren sei ordnungsgemäß durchgeführt und auch nachträgliche Überprüfungen seien ordnungsgemäß vollzogen worden.
Der Landwirt ist Mitglied in einer Wasserkooperation und hat sich freiwillig verpflichtet, nur 130 kg/ha an Stickstoff auszubringen anstatt der gesetzlich erlaubten 170 kg/ha, so der Verband.

Grundwasser in schlechtem Zustand

In dem ZDF-Beitrag wurde berichtet, dass aufgrund von Überdüngung mit Nitrat in Deutschland bereits ein Drittel des Grundwasserkörpers in einem schlechten Zustand sei. Negative Auswirkungen habe das nicht nur auf die Umwelt, sondern auch für den Verbraucher. Weil bei der Gewinnung von Trinkwasser immer häufiger eine Nitratfiltration notwendig werde, stiegen nämlich die Wassergebühren.
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