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dlz-Aktuell

Flächentausch bei Zwischenfrüchten möglich

von , am
30.07.2015

Die Aussaat von Zwischenfrüchten als ökologische Vorrangfläche können Landwirte nun flexibler handhaben.

Denn nun lässt die EU-Kommission ein paar Vereinfachungen in ihren Leitlinien für die Verwaltungen zur Vorgehensweise bei Vor-Ort-Kontrollen zu. Bisher wenden die meisten Bundeseländer diese Leitlinien für die ökologische Vorrangfläche (öVF) bei Zwischenfrüchten auch an. 
 
So dürfen Landwirte künftig zum Beispiel auch nach der Antragsstellung die Anbauflächen für öVF-Zwischenfrüchte beim Greening tauschen.
Beispiel: Sie haben entgegen den Antragsangaben auf Schlag B satt auf A die öVF-Zwischenfrüchte angebaut. Bei der Vor-Ort-Kontrolle wird dann der Schlag B für die Berechnung der fünf Prozent ökologische Vorrangfläche (öVF) herangezogen (so genannte Kompensationsregelung). Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie den Schlag B als Fläche auch im Mehrfachantrag angegeben hatten. War diese Fläche noch nicht im 2015er Antrag angegeben, weil Sie sie erst ab 1. August gepachtet haben, ist der Flächentausch mit dieser Fläche nicht möglich.

Nachträgliche Erhöhung nicht möglich

Ebenso müssen Sie darauf achten, dass Sie trotz des Flächentauschs weiterhin mindestens fünf Prozent ökologische Vorrangflächen vorweisen können und die Zwischenfrucht alle weiteren öVF-Regeln erfüllt.
 
Wichtig: Nachträglich können Sie den Anteil an ökologischer Vorrangfläche nicht erhöhen. Haben Sie im Mai weniger als fünf Prozent ökologische Vorrangfläche beantragt, können Sie diese zum Beispiel durch erhöhten Zwischenfruchtanbau auf die fünf Prozent anheben. Eventuelle Änderungen sollten Sie aber unbedingt der zuständigen Behörde melden.
 
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