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Flächenverlust ist weiter zu hoch

von , am
08.01.2015

Anlässlich des Internationalen Jahres des Bodens hat der Deutsche Bauernverband seinen Situationsbericht Boden vorgelegt.

Die Vereinten Nationen haben 2015 zum Jahr des Bodens erklärt, um die Bedeutung fruchtbarer Böden als Lebensgrundlage für die Menschen und als wichtigste Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft hervorzuheben. "Für uns Landwirte sind Bodenschutz und Bodenqualität existenzielle Anliegen. Deshalb setzen wir nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden und Bearbeitungstechniken ein, um den Humusgehalt abzusichern und um Bodenverdichtungen als auch Erosion zu vermeiden. Eine pflanzen- und standortgerechte Düngung hat die Produktivität und die nachhaltige Nutzbarkeit unserer Böden in den vergangenen Jahrzehnten verbessert", stellt  DBV-Präsident Rukwied fest.
 
Während jedoch in vielen anderen Regionen der Welt die Fruchtbarkeit der Böden unter anderem durch Überweidung, Erosion, Wüstenbildung oder Versalzung gefährdet sei, liege in Deutschland hingegen die größte Herausforderung für den Bodenschutz bei der Reduktion des „Flächenfraßes“, also des Flächenverbrauchs durch Versiegelung, Überbauung und infrastrukturelle Maßnahmen. Täglich würden immer noch bundesweit 73 Hektar wertvollen Bodens der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Jährlich geht dadurch eine Fläche verloren, auf der der Brot-Jahresverbrauch von über 3 Millionen Menschen erzeugt werden könnte.
 
 
 
 

Politik muss Erhaltungsgebot einführen

"Bund und Länder sind gefordert, endlich Ernst zu machen mit dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Um die Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln in Deutschland und Europa sicherzustellen und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren, gilt es in erster Linie, unsere eigenen Produktionsflächen vor der Inanspruchnahme für andere Zwecke zu schützen und produktiv zu nutzen. Wir brauchen ein gesetzliches Erhaltungsgebot für landwirtschaftliche Flächen", fordert Rukwied. 
 
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