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Futter auf Brachflächen nutzen

von , am
13.07.2015

Landwirte in Regionen, die wegen Trockenheit unter Futterknappheit leiden, dürfen den Aufwuchs auf Brachflächen nutzen.

© DSV
Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag die Ausnahmeregelung zur kurzfristigen Futternutzung von brachliegenden Flächen in Regionen mit extremer Trockenheit beschlossen.
 
Mit einer Änderung in der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung sollen künftig insbesondere jene landwirtschaftlichen Betriebe ab dem 1. Juli eines Jahres ihre im Umweltinteresse genutzten Bracheflächen zur Beweidung mit Tieren und zur Schnittnutzung für Futterzwecke nutzen dürfen, denen auf Grund außergewöhnlicher Umstände – wie z.B. extremer Trockenheit – nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht. In einem solchen Falle haben die Bundesländer die entsprechenden Gebiete festzulegen.

Ministerien müssen noch zustimmen

Der Bundesrat folgt mit seinem Beschluss einer entsprechenden Forderung des Berufsstandes, weil Landwirte in weiten Teilen des Bundesgebietes auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit im Frühjahr (April bis Juni) erhebliche Probleme haben, ihre Futtervorräte ausreichend zu füllen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt diese Entscheidung und erwartet nun von der Bundesregierung, insbesondere vom Bundeslandwirtschaftsministerium und vom Bundesumweltministerium, dass sie den Änderungsvorschlägen des Bundesrates schnell zustimmen und die Änderungsverordnung noch Mitte Juli in Kraft treten kann. 
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