Login
dlz-Aktuell

Geflügelpest breitet sich weiter aus

von , am
22.12.2014

In einem konventionellen Entenmastbetrieb im Landkreis Emsland ist die hochpathogene Vogelgrippe H5N8 amtlich nachgewiesen worden. Das ergaben Probenuntersuchungen im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) und im nationalen Referenzlabor Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems.

Stall ohne Eingangstüren © dlz-agrarmagzin
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer richtete am Samstag den dringenden Appell an alle Geflügelhalter, weiter sehr wachsam zu sein und strikt auf das Einhalten der Biosicherheitsmaßnahmen zu achten. [[mehr]] Gemeinsam mit den Behörden im Landkreis Emsland hat das Ministerium umgehend gehandelt: Um den Ausbruchsbetrieb wird in einem Radius von drei Kilometern ein Sperrbezirk eingerichtet. Inklusive des Ausbruchsbetriebes befinden sich dort rund 180.000 Stück Geflügel in 19 Betrieben. Diese wurden unverzüglich gesperrt. Das heißt, dass alle Transporte von Geflügel zu einem Betrieb hin oder von Betrieben weg untersagt sind. In einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsstall werden alle Tiere getötet.
 
Neben den rund 10.100 Tieren im Ausbruchsbetrieb sind von dieser Entscheidung zusätzlich drei Kleinbetriebe mit rund 40 gemeldeten Hühnern betroffen. Für alle Tiere, die auf amtliche Anordnung getötet werden müssen, erhalten die Geflügelhalter eine Entschädigung des sogenannten gemeinen Wertes seitens der Tierseuchenkasse. Eine Gefahr für den Menschen durch die hochpathogene Vogelgrippe H5N8 besteht nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nicht.
 

Beobachtungsgebiet mit zehn Kilometer Radius

Die Bestände in sämtlichen 19 Betrieben im Sperrbezirk werden nun klinisch untersucht und beprobt. Die Untersuchung der Proben erfolgt im LAVES. Neben dem Sperrbezirk im Drei-Kilometer-Radius hat der Landkreis außerdem ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern Radius angeordnet. Davon sind insgesamt rund 200 Betriebe betroffen. Am Samstat wurde bereits mit der tierschutzgerechten Tötung der 10.100 Tiere des Ausbruchsbetriebes sowie der Hühner in den Kleinbetrieben begonnen. 
Auch interessant