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Greening: Bund soll noch nachbessern

von , am
19.09.2014

© Strotmann
Bei der Greening-Verordnung fordert der Deutsche Bauernverband noch einige Nachbesserungen, bevor sie im Okotber verabschiedet wird. [[mehr]]  Das betrifft Ergänzungen der Kulturartenlisten für Zwischenfrüchte für ökologische Vorrangflächen und für Kurzumtriebsplantagen sowie einheitliche Höchstbreiten bei Puffer- und Feldstreifen.
 
Beim Erhalt des Dauergrünlandes hält der DBV die Forderung einer Eigentümerbereitschaftserklärung im Falle eines Flächentausches von Dauergrünland für unverhältnismäßig und bürokratisch. Es sei völlig ausreichend, wenn der Betriebsinhaber als Pächter der Fläche dies im Innenverhältnis mit dem Eigentümer privatrechtlich regelt. Ebenso muss die geplante Regelung zur Definition nicht-landwirtschaftlicher Tätigkeit und zur Abgrenzung der Beihilfefähigkeit der Fläche aus Sicht des DBV korrigiert werden. Eine „Beeinträchtigung des Bewuchses“ ist als Abgrenzungskriterium für nicht-landwirtschaftliche Tätigkeit ungeeignet.
 
 

Zwischenfrüchte früher umbrechen

Ausgesprochen kritisch sieht der DBV eine geplante Regelung für den Anbau von Zwischenfrüchten für ökologische Vorrangflächen. Demnach soll ein Umbruch der Zwischenfrüchte erst nach dem 15. Februar des Folgejahres möglich sein. Hier erwartet der DBV erhebliche Schwierigkeiten bei der Bodenvorbereitung und Saatbettbereitung für früh zu säende Kulturen wie Sommergerste, Zuckerrüben, Gemüse und Frühkartoffeln und fordert eine frühere Frist für den Umbruch der Zwischenfrüchte. Der DBV weist auf vergleichbare Auflagen in Wasserschutzgebieten bzw. Agrarumweltprogrammen in einigen Ländern hin.
 
Der Bundesrat wird voraussichtlich am 10. Oktober über die Direktzahlungen-Verordnung entscheiden. 
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