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Greening: Auf Fruchtfolgeanteile bis Mitte Juli aufpassen

von , am
16.06.2015

Landwirte, die zum Beispiel nach Ackerfutternutzung, Silomais anbauen, müssen aufpassen, dass Sie die Greening-Auflagen bis Mitte Juli einhalten.

© agrarfoto
So ist es wichtig, dass Landwirte beim Greening, die Mindestvorraussetzungen für die mehrgliedrige Fruchtfolge (Anbaudiversifizierung) von 1. Juni bis 15. Juli einhalten. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. Betriebe ab einer Ackerfläche von 10 ha müssen die Anbaudiversifizierung verpflichtend einhalten. Beträgt die Ackerfläche zwischen 10 und 30 ha, müssen Landwirte im Referenzzeitraum vom 1. Juni bis 15. Juli mindestens zwei verschiedene Früchte anbauen. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Hauptfrucht maximal 75 Prozent der Anbaufläche beansprucht.
 
Bei Betrieben mit mehr als 30 ha Ackerland sind stattdessen für die mehrgliedrige Fruchtfolge drei verschiedene Kulturen nötig. Außerdem ist auch hier darauf zu achten, dass die Hauptfrucht nicht mehr als 75 % der Ackerfläche ausmacht. Insgesamt darf diese zusammen mit der Frucht, die in Bezug auf die Anbaufläche an zweiter Stelle steht, 95 % der Ackerfläche nicht überschreiten.
 

neues Feld

Doch die Grenzen können schnell überschritten sein, wie folgendes Beispiel zeigt.  Landwirt B hatte in seinem GAP-Flächenantrag imMai 30 ha Silomais (60 %), 10 ha Ackerfuttergras (20 %) und 10 ha Wintertriticale (20 %) angegeben. Die Diversifizierungsvoraussetzungen waren bei diesem Anbauverhältnis erfüllt. Nach Aberntung des Ackerfuttergrases hat er 8 ha der Anbaufläche umgebrochen und mit Silomais bestellt. Das Anbauverhältnis stellt sich anschließend folgendermaßen dar: 38 ha Silomais (76 %), 2 ha Ackerfuttergras (4 %) und 10 ha Wintertriticale (20 %). Mit 76 Prozent Silomais überschreitet Landwirt B. aber debn maximalen Anteil für das Hauptfruchtglied von 75 Prozent. Denn er hätte maximal37,45 ha Silomais anbauen dürfen. 
 
Von der Anbaudiversifizierung sind neben den Betrieben mit weniger als 10 ha Ackerfläche auch diejenigen Betriebe ausgenommen, die über weniger als 30 ha Ackerfläche bewirtschaften und deren Anteil an Grünland gleichzeitig mindestens 75 % beträgt.
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