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Greening: Früher Umbruch nur in Ausnahmefällen

von , am
01.12.2014

Beim Greening können Landwirte nach den jüngsten Beschlüssen des Bundesrates zur Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung nicht mit Erleichterungen rechnen.

Zum Nachteil der Landwirte ist der Bundesrat am vergangenen Freitag bei der Verabschiedung der  Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung nicht der Empfehlung des federführenden Agrarausschusses gefolgt. Somit können Landwirte Zwischenfrüchte beim Greening nur in Ausnahmefällen früher umbrechen. [[mehr]]
 
Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert deutlich, dass der Bundesrat der Empfehlung des federführenden Agrarausschusses hinsichtlich eines Vorziehens des Zeitpunkts auf den 15. Januar, bis zu dem Zwischenfrüchte, Begrünungen, Winterkulturen und Winterzwischenfrüchte auf der Fläche belassen werden müssen, nicht entsprochen hat.
 
Die stattdessen beschlossene Option für die Länder im Falle von witterungsbedingten Besonderheiten, besonderen Anforderungen bestimmter Kulturen, besonderen Erfordernissen des Bodenschutzes oder des Pflanzenschutzes durch eine entsprechende Rechtsverordnung einen früheren Termin bestimmen zu können, der nicht vor dem 15. Januar des auf das Antragsjahr folgenden Jahres liegen darf, führt aus Sicht des DBV unausweichlich zu mehr Bürokratie. 
 
 

Späte Rechtssicherheit

Mit dem Beschluss des Bundesrates über die Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung besteht nach Einschätzung des (DBV) Klarheit über einen weiteren Baustein der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2015. Zu einem reichlich späten Zeitpunkt stehe nun fest, wie die aus Brüssel vorgegebenen Regelungen zu Cross Compliance national umgesetzt werden. Dies betrifft unter anderem Vorgaben zur Brache, zu den Landschaftselementen sowie zu Puffer-, Feld- und Waldrandstreifen als Ökologische Vorrangflächen beim Greening
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