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Greening: Zeit für Anpassung lassen

von , am
05.02.2015

Da die Umsetzung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gerade erst angelaufen ist, wird Copa-Cogeca dieses Jahr darauf drängen, den europäischen Landwirten und Genossenschaften Zeit für die Anpassung zu gewähren. [[mehr]] In den ersten Jahren nach der Reform sollen Landwirte von unfairen Sanktionen verschont bleiben, fordert der Vorsitzende der neuen Arbeitsgruppe "Direktzahlungen und Greening", Udo Hemmerling (DBV).
 
"Das Greening in der neuen GAP stellt nicht nur eine Belastung für die Landwirte dar, sondern lässt auch ihre grundlegenden Fragen zur Umsetzung der neuen Regeln unbeantwortet. Dies ist jedoch ein zentraler Aspekt bei den Produktionsentscheidungen der Landwirte. Die Regeln zur Umsetzung der GAP auf nationaler Ebene werden gerade erst fertiggestellt", betonte er. Das Risiko versehentlicher Verstöße während der ersten Jahre der Umsetzung der GAP sei daher hoch. Diese würden automatisch zu einer Kürzung der Greeningzahlungen führen. Da es für eine umfassende Klärung der Regeln bereits zu spät sei, müsse in den ersten Jahren mit Blick auf die Kürzung der Greeningzahlungen folglich ein gewisses Maß an Toleranz gelten.
 
"Besuche im Betrieb, um Landwirte zu beraten und ihnen bei der korrekten Umsetzung der Greeningregeln zu helfen, so dass diese den angestrebten Nutzen für die Umwelt erbringen, ist äußerst wichtig", betonte Hemmerling.
 
 

Vereinfachung begrüßt

Er begrüßte, dass Kommissar Hogan bereits eine umfassende Überprüfung der gesamten Agrargesetzesregelungen gestartet hat. Ein Abbau von Bürokratie würde Zeit und Ressourcen freisetzen, um  Investitionen, Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln. "Eine Vereinfachung darf jedoch nicht den politischen Kompromiss ändern oder die Ziele der GAP gefährden“, erklärte er.
 
"Wir müssen auch gewährleisten, dass die Greeningmaßnahmen nicht dazu führen, dass Land aus der Produktion genommen wird. Für die Landwirte ist nur schwer nachvollziehbar, dass die EU eine Reduzierung der Produktion erwägt, obwohl der Rest der Welt sich darauf konzentriert, mehr Lebensmittel zu erzeugen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen."
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