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Grüne fordern Bestandsobergrenzen

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von , am
05.02.2015

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Deutschlandweit ist eine Debatte über Bestandsobergrenzen in der Tierhaltung entfacht. So hat beispielsweise am vergangenen Freitag der Landtag in Sachsen-Anhalt darüber debattiert. [[mehr]]
 
Grüne und Linke haben jeweils einen Antrag zur "Einführung von Bestandsobergrenzen" zur ersten Beratung in den Landtag eingebracht, berichtet die ISN. Die Grünen fordern u.a. einen Deckel bei 2 GV/ha auf der Ebene der Gemeinden. Mit den Anträgen soll die Landesregierung beauftragt werden, sich auf Bundesebene unter anderem für mehr Mitbestimmung der Gemeinden bei großen "landwirtschaftlichen" Schweinehaltungsanlagen, gemeint sind über 1.500 Mastschweine und 560 Sauen einzusetzen und Bestandsobergrenzen für die Tierhaltung festzulegen. Hebel soll für alle Betriebe der Bebauungsplan der Gemeinde sein.
 

Große Anlagen halten auch die Standards ein

Unterdessen hat der Agrarpolitische Sprecher der Bundes-Grünen, Friedrich Ostendorff, Äußerungen von Unionspolitikern begrüßt, "die sich vorsichtig in die Diskussionen um Bestandsobergrenzen in der Intensivtierhaltung einbringen". Der Grünen-Politiker bezog sich unter anderem auf Aussagen des agrarpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, der darauf hingewiesen hat, es gebe Stallanlagen, für die keine gesellschaftliche Akzeptanz vorhanden sei. Holzenkamp habe hierzu eine Größenordnung von 50.000 Schweinen genannt, so die ISN.
 
Der neu gewählte Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsausschusses, Alois Gerig, CDU hat indes räumte in einem Interview ein, dass sich zwar auch der Ausschuss mit dem Thema beschäftige, aber es schwierig sei, rechtliche Lösungen für Obergrenzen zu finden. So hielten auch große Anlagen durchaus die Tierhaltungsstandards ein. 
 

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