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dlz-Aktuell

Günstiges Jahr für Vereinigte Hagel

von , am
02.12.2014

© Vereinigte Hagel
Die diesjährige, ungewöhnlich schadenarme Hagelsaison im Süden Deutschlands hat die Gefahrengemeinschaft der Vereinigten Hagel nachhaltig entlastet. Mit rund 12.500 bundesweit gemeldeten Schäden blieb deren Bilanz deutlich unter dem Durchschnitt der Vorjahre. [[mehr]]
 
Inklusive des Auslandsgeschäftes liegt die Schadenquote aus Prämienaufkommen und Entschädigungsleistung bei 50 Prozent, teilt die Vereinigte Hagel mit. Weil insgesamt weniger Schäden auszugleichen waren, dient der Überhang dazu, die Rücklagen für künftige Schadenereignisse zu stärken. Das biete den Mitgliedern der Vereinigten Hagel künftig ein weiterhin deutliches Plus an Sicherheit.
 
 

Versicherungsfläche leicht gewachsen

Die Hektarwerte haben sich im Frühjahr auf relativ konstantem Niveau bewegt mit einem Minus von 0,9 Prozent. Verantwortlich für ihren leichten Rückgang sind Ölfrüchte, allen voran der Winterraps. Sie machen die zweitwichtigste Kulturgruppe der Vereinigten Hagel aus und sind um 3,7 Prozent zum Vorjahr zurückgefallen. Die Versicherungsfläche ist mit plus 45.400 ha leicht um ein Prozent gestiegen. Die Versicherungssumme, das Produkt aus Hektarwert und Versicherungsfläche, erhöht sich um 0,1 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro.
 
 

Mehrgefahrenversicherung legt zu

Das Prämienaufkommen der Vereinigten Hagel in Deutschland ist um 4,3 Prozent auf 116,2 Mio. Euro gewachsen, vornehmlich durch die über Hagel hinausgehenden Deckung von Sturm und Starkregengefahren. Bei Ölfrüchten und Mais ist es zu einer vermehrten Nachfrage von Secufarm3 gekommen mit 3.970 Neuverträgen und einer versicherten Fläche von 376.000 ha.
 
Die Versicherungsfläche der Vereinigten Hagel im Ausland steigt um 19 Prozent auf 488.000 ha, vor allem in Lettland und Litauen, wo Folgefrüchte nach Auswinterungen neu versichert worden sind. Aufgrund der bewusst reduzierten Haftung in Italien sinkt die Versicherungssumme um 3,1 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Das Prämienaufkommen im Auslandsgeschäft mit 44,4 Mio. Euro fällt im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 Prozent. 
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