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Gut drei Prozent stillgelegt

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von , am
03.08.2015

Landwirte haben beim Greening neben Zwischenfrüchten vor allem auf Eiweißpflanzen und Stilllegung gesetzt. Das geht aus den neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

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Die brachliegende Fläche ist von 188.600 Hektar im Jahr 2014 auf 303.400 Hektar deutlich angestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 61 Prozent oder einem Anteil an der Fläche von drei Prozent, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung. Wie auch bei den Hülsenfrüchten ist der Anstieg auf die geänderten Richtlinien in der EU-Agrarförderung zurückzuführen, die seit 2015 auch bestimmte Formen der Stilllegung zur Schaffung ökologischer Vorrangflächen fördert. Die größten Zuwächse an Brachflächen verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (+ 21.300 Hektar), Niedersachsen (+ 15.800 Hektar) und Sachsen-Anhalt (+ 13.800 Hektar).
 
Die Anbaufläche von Hülsenfrüchten ist von 92.400 Hektar auf 160.600 Hektar deutlich um 74 Prozent angestiegen. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass der Anbau von Eiweißpflanzen mit der Umsetzung der Agrarreform der Europäischen Union ab 2015 stärker gefördert wird. Die größten Flächenzuwächse an Hülsenfrüchten meldeten Sachsen-Anhalt (+ 11.700 Hektar), Thüringen (+ 11.100 Hektar) und Mecklenburg-Vorpommern (+ 9.700 Hektar).
 
 
 

Mehr Weizen ausgesät

2015 blieb die Fläche, die in Deutschland als Ackerland genutzt wird, mit 11,9 Millionen Hektar im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die Anbaufläche von Weizen ist gegenüber 2014 von 3,2 Millionen Hektar auf 3,3 Millionen Hektar leicht angestiegen.  Im Jahr 2015 entspricht das 28 Prozent der gesamten Ackerfläche. Dabei blieb der Winterweizen mit 3,2 Millionen Hektar die wichtigste Getreideart und bedeutendste Feldfrucht insgesamt.
 
Die Anbaufläche von Roggen und Wintermenggetreide sank gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent auf 623.100 Hektar. Die Anbaufläche von Gerste ist im Vergleich zum Jahr 2014 um drei Prozent auf 1,6 Millionen Hektar gestiegen und erreicht damit wieder das Niveau aus dem Jahr 2010.
 
 

Weniger Rüben und Kartoffeln

Hackfrüchte wachsen auf 552.500 Hektar Ackerland. Das sind 68.600 Hektar oder elf Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Die Anbaufläche von Kartoffeln ist hierbei von 244.800 Hektar auf 234.100 Hektar gesunken (– 4 %). Die Zuckerrübenfläche, die größte Position unter den Hackfrüchten, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 58.900 Hektar oder 16 Prozent. Aufgrund der überdurchschnittlichen Zuckerrübenernte im Jahr 2014 haben die Landwirte den Anbau von Zuckerrüben deutlich reduziert, um vor dem Hintergrund festgelegter Produktionsquoten auch im Jahr 2015 ihr Kontingent einzuhalten.
 

Silomaisfläche blieb nahezu stabil

Auf 23 Prozent des Ackerlandes bauten die Landwirte im Jahr 2015 Pflanzen zur Grünernte an (2,7 Millionen Hektar). Davon blieb der Silomais mit unverändert knapp 2,1 Millionen Hektar die wichtigste Kultur und war mit einem Anteil von 18 Prozent an der gesamten Ackerfläche die zweitwichtigste Ackerfrucht in der deutschen Landwirtschaft.
 
Die Fläche für Handelsgewächse ist gegenüber 2014 von 1,5 Millionen Hektar, auf 1,4 Millionen Hektar gesunken (– 6 %). Davon wurde auf 1,3 Millionen Hektar Winterraps angebaut, dessen Anbauumfang im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gesunken ist. Er blieb jedoch auch im Jahr 2015 die bedeutendste Ölfrucht und belegte mit einem Flächenanteil von elf Prozent den dritten Platz der wichtigen Ackerkulturen in Deutschland.   
 
Die Anbaufläche für Gemüse, Erdbeeren und andere Gartengewächse sank von 139.800 Hektar auf 136.300 Hektar im Jahr 2015 (– 3 %). 
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