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Gute Basis für Weiterentwicklung

von , am
17.06.2015

Bundesagrarminister Christian Schmidt ist zufrieden mit dem gestrigen Kompromiss des EU-Agrarrates zur Ökoverordnung.

"Wir haben die europäische Regelung für den Öko-Landbau einen guten Schritt nach vorne gebracht. Wir konnten uns in Luxemburg weitgehend mit unseren Forderungen durchsetzen: Bio darf nicht allein auf Grenzwerte im Endprodukt reduziert werden. Die Öko-Produktion umfasst weiterhin die komplette Produktionskette", erläutert Schmidt. 
 
Außerdem hat sich der Rat auf eine deutliche Verbesserung der Kontrollen bei Importen von Bio-Lebensmitteln geeinigt. "Für den wachsenden Bedarf an Bio-Produkten brauchen wir diese Kontrollstandards für die Sicherheit und Verlässlichkeit von Biolebensmitteln", ist sich Schmidt sicher.
 
Aus dem ursprünglichen Kommissionsvorschlag einer Totalrevision im Öko-Landbau sei die Basis für eine gute Weiterentwicklung für die Öko-Branche geworden, die deutsche Handschrift trage.
 
Im Herbst beginnen die Trilog-Verhandlungen mit Rat, Parlament und EU-Kommission.

Keine Grenzwerte

So haben die EU-Mitgliedstaaten Grenzwerte mehrheitlich abgelehnt. Auch im Fall von Spuren von verbotenen Substanzen soll dies nicht automatisch zu einer Aberkennung der Ökoqualität führen. 
 
Dagegen sollen Biobetriebe nur alle drei Jahre verringert werden, wenn sie ein geringes Risisko aufweisen. Außerdem soll künftig bei Importen von Ökoerzeugnissen aus Entwicklungsländern auf produktspezifische und regionale Besonderheiten eingegangen werden, um die Einfuhren nicht zu behindern, heißt es im Kompromisspapier.
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