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GVO: Weg frei für Anbauverbote

von , am
14.01.2015

In der EU können die Mitgliedstaaten künftig selbst über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen entscheiden. Das Europäische Parlament hat den sogenannten Opt-Out-Regelungen zugestimmt.

Damit ist das EU-Parlament den Forderungen vieler Bundesländer, darunter auch NRW, gefolgt. Nordrhein-Westfalen hatte sich für die Möglichkeit von nationalen Anbauverboten stark gemacht und sich im EU-Netzwerk der gentechnikfreien Regionen und im Bundesrat für eine Verbesserung der seit 2010 in der EU diskutierten Opt-Out-Regelungen eingesetzt, teilt das Ministerium mit.
 
Anbauverbote sollen nunmehr auch ohne eine vorhergehende Konsultation der Antragsteller und während der gesamten Geltungszeit einer Anbauzulassung möglich sein. So müssen EU-Mitgliedstaaten, in denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, künftig auch dafür sorgen, dass Einträge in Pflanzen in benachbarten Ländern, in denen diese Pflanzen verboten wurden, vermieden werden.
 
Nordrhein Westfalen erwartet jetzt, dass die Bundesregierung so schnell wie möglich die neuen EU-Regelungen in deutsches Recht umsetzt. 
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