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Herde gegen Wolf schützen

von , am
09.03.2015

In Mecklenburg-Vorpommern sind offenbar wieder Wölfe unterwegs. Darauf weist das Landwirtschaftsministerium hin.

© Norman Stier/Ministerium für Landwirtschaft, Mecklenburg-Vorpommern
In den Nächten vom 3. bis zum 5. März kam es zu insgesamt zwei Schafsrissen im Grenzgebiet der Landkreise Rostock und Vorpommern-Rügen. Der eingeschaltete Rissgutachter konnte nach einer Untersuchung der Schafe einen Wolf als Verursacher nicht ausschließen. Insgesamt wurden sechs Tiere getötet und zwei verletzt.
 
Die Schadensorte liegen nicht im derzeit ausgewiesenen Wolfsgebiet des Landes, bisher ist in der Region keine territoriale Ansiedlung eines Wolfes bekannt. Sofern könnte ein durchziehender Wolf in Betracht kommen. Allerdings können derzeit auch Hunde nicht ausgeschlossen werden.
 
Gleichwohl können Tierhalter auch außerhalb des derzeit ausgewiesenen Wolfsgebietes einen Schadensausgleich gemäß der Förderrichtlinie Wolf M-V erhalten, soweit ein Wolf als Verursacher nicht auszuschließen ist.
 
Schaf- und Ziegenhalter sollten ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz zumindest im Sinne eines Grundschutzes überprüfen. Empfohlen werden dabei entweder mind. 90 cm hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand unter 20 cm bzw. Maschendrahtzäune mit mind. 120 cm Höhe. Die Zäune müssen allseitig geschlossen sein.
 
Die Förderrichtlinie Wolf und weitere Informationen können Landwirte zum Beispiel unter www.wolf-mv.de abrufen.
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