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Hofabgabeklausel muss bleiben

von , am
13.11.2014

Die Übergabe ist kein Abschied, aber für manche Übergeber ein schmerzlicher Einschnitt. © Archiv
Mit 65 wird der Hof an einen Nachfolger abgegeben – sonst gibt es keine Rente. Diese langjährige Regelung gilt bei einer kleineren Gruppe von überwiegend älteren Landwirten als überholt. Da es jedoch vielfältige Gründe für den Erhalt gibt, hat sich der sozialpolitische Ausschuss des Landvolkes Niedersachsen erneut für den Erhalt der Hofabgabeklausel ausgesprochen.[[mehr]] 
 
Er folgt damit einem Beschluss des Deutschen Bauernverbandes, der sich ebenfalls gegen die vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgeschlagenen Neuerungen ausgesprochen hat. "„Für die Jugend ist es gut, wenn der Gesetzgeber Druck ausübt", bestätigt Karl Hedden, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland. Er äußerte die Sorge, dass zukünftige Altenteiler ohne Stichtag die Hofabgabe immer wieder verschieben würden. Jedem Landwirt sei bei Übernahme des landwirtschaftlichen Unternehmens bewusst, dass er seinen Betrieb bei Renteninanspruchnahme abzugeben hat.
 
 

Klausel zeigt Erfolge

Der sozialpolitische Ausschuss des Landvolks Niedersachsen hält die Hofabgabe als strukturpolitisches Element besonders für die jüngere Hofnachfolgegeneration für unerlässlich. Im EU-Vergleich wird dies bei der positiven Altersstruktur der Landwirte in Deutschland deutlich. Außerdem führe eine späte Übergabe zu einer Einschränkung der betrieblichen Entwicklung. Eine Weiterbewirtschaftung verursache in vielen Fällen eine Verschärfung der finanziellen Notlage.
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