dlz-Serie Intensivvermarkter Auf Gerste konzentriert

Dieser Artikel ist zuerst im dlz agrarmagazin erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

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Intensiv-Vermarkter: Die dlz-Serie zeigt, wie Praktiker die Getreide- und Kartoffelernten 2016, 2017 und sogar 2018 bei den mäßigen bis miserablen Preisen vermarkten und welche Instrumente sie nutzen.

Bild auf Agrarheute.com © Montage/fotolia, agrarfoto Bild vergrößern

Am Getreidemarkt hat sich Ackerbauer Meyer im April auf die Gerste fixiert. So schloss er für die kommende Gerstenernte für 200 t Weizenoptionen ab, denn er hat seine Gerstenvermarktung stark an die Entwicklung des Weizenpreises gekoppelt. Mit den Optionen will er sich vor weiteren Preisrückgängen schützen. Damit die Optionen nicht zu teuer werden, nimmt er aber noch in Kauf, dass er maximal 10 €/t einbüßen kann. Die Option lässt ihm aber auch die Chance, von steigenden Preisen zu profitieren. Nur die Optionsprämie von 2,5 €/t verliert er dabei. Somit hat er weit über 90 Prozent seiner Ernte abgesichert. 

Für die Gerstenernte 2018 hat er seinen Vermarktungsgrad nun auf über die Hälfte erhöht.

Im April wartete Intensiv-Vermarkter Meyer am Kartoffelmarkt ab, wohin die Reise geht. Er hatte ja schon rund 60 Prozent seiner voraussichtlichen Erntemenge vermarktet.  

Insgesamt muss unser Landwirt Meyer für 2016 rund 25.000 dt Kartoffeln, 350 t Wintergerste und 675 t Weizen vermarkten. Nähere Details dazu und welche Durchschnittspreise er bisher erzielt hat, finden Sie in den Tabellen als Download.

Welche Instrumente geschickte Landwirte nutzen

Hohe Getreidepreise in guten Marktphasen zu erzielen, ist relativ leicht. Doch diese Zeiten sind zumindest derzeit erst einmal vorbei. Genau aus diesem Grund hatten wir unsere Serie: "Intensiv-Vermarkter" gestartet. In den dlz-Ausgaben zeigen wir Ihnen regelmäßig, welche Überlegungen und Maßnahmen unser Beispielbetrieb Meyer anstellt, um seine Getreide- und seine Kartoffelernten 2015, 2016, 2017 und 2018 zu vermarkten.

Dabei steht unser Intensivvermarkter vor dem gleichen Problem wie Sie: Er muss regelmäßig Vermarktungsentscheidungen treffen, obwohl er nicht weiß, wie sich die Preise für die kommende Ernte entwickeln werden. Fest steht nur, dass er mit seinen 120 ha Getreide und 40 ha Veredlungskartoffeln nicht in das offene "Preismesser" laufen will und daher eine gewisse Sicherheit anstrebt (siehe auch dlz 9/14 und 10/14). Aber es ist derzeit völlig offen, welche Preise er am Ende der Vermarktungsperiode erzielen wird.

Was bisher geschah

Der 309. Teil der Serie "IntensivVermarkter" ist im dlz agrarmagazin Mai 2017 veröffentlicht. Gerne können Sie uns auch Ihre Meinung zu Vermarktungstrategien mitteilen. Senden Sie einfach eine E-Mail an: reddlz@dlv.de

 

Bisher erschienen:

1. Frühe Preishochs genutzt (dlz 12/2014)

2. Jetzt ist die Gerste dran (dlz 1/2015)

3. Attraktiver Weizenpreis (dlz 2/2015)

4. Erste Angebote genutzt (dlz 3/2015)

5. Ernten 2014 vermarktet (dlz 4/2015)

6. Preishoch bei Kartoffeln genutzt (dlz 5/2015)

7. Beim Weizen erneut aktiv (dlz 6/2015)

8. Nachschuss aus Steuer (dlz 7/2015)

9. Trockenheit treibt Preise (dlz 8/2015)

10. Erste Gerste abgerechnet (dlz 9/2015)

11. Schwache Nachfrage (dlz 10/2015)

12. Gutes Lagergeld (dlz 11/2015)

13. Hoffen auf die Kartoffeln (dlz 12/2015)

14. Gerste erneut verhandelt (dlz 1/2016)

15. Günstige Optionen (dlz 2/2016)

16. Spannende Knollen (dlz 3/2016)

17. Besser als Kontrakte (dlz 4/2016)

18. Strategie aufgegangen (dlz 5/2016)

19. Verstärkt Vorkontrakte (dlz 6/2016)

20. Kein Verkaufsdruck (dlz 7/2016)

21. Qualität und Preise leiden (dlz 8/2016)

22. Kartoffeln verkauft (dlz 9/2016)

23. Gesamter Weizen fast weg (dlz 10/2016)

24. Neue Gerste 2018 verkauft (dlz 11/2016)

25. Heiße Kartoffelphase (dlz 12/2016)

26. Abschluss bei Kartoffeln (dlz 1/2017)

27. Stillhalten (dlz 2/2017)

28. Mehr Geld für Kartoffeln (dlz 3/2017)

29. Neue Kartoffelverträge (dlz 4/2017)

30. Auf Gerste konzentriert (dlz 5/2017)

Grafiken und Tabellen zum Herunterladen

Download alle Tabellen: Wie Meyer bisher vermarktet hat (dlz 4/2017, PDF, 123 kB)

 

Download Grafiken:                                
Wie Kartoffelpreise schwanken können, (PDF, 155 kB)                                
Weltgetreideernten 2014/15, (April-Schätzung 2014), (PDF, 155 kB)                                

Engere Versorgung bei Getreide 2015, (PDF, 155 kB)

Netto-Positionen in Chicago (Dez2014), (PDF, 154 kB)
Weizen: Fakten an den Börsen, (PDF, 154 kB)